Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

 

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

 

03.12.2021

von Johannes Schreier

Text:

Schott Messbuch,

Laacher Messbuch, Guido Fuchs

Johannes Schreier

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

In unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.

 

 

3. Dezember 2021

G  Franz Xaver

L Jes 29,17–24; Ev Mt 9,27–31 (Lekt. IV, 14)

 

Lied: GL 221,1–2 (Kündet allen in der Not)

  

Kreuzzeichen

 

Beginnen wir den Gottesdienst:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
Und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!

 

Amen!

 

Einführung

Der kirchliche Kalender stellt uns heute den heiligen Franz Xaver vor Augen, einen spanischen Jesuiten, der im 16. Jahrhundert im Fernen Osten als Glaubensbote wirkte.

Er wurde zum Missionar schlechthin;

einer, dem viele fromme Buben nachzueifern sich wünschten,

weil sie Mission auch mit Abenteuern in fremden Ländern verbanden … Heute beginnt Mission vor der eigenen Haustür,

und längst kommen Menschen aus vielen fremden Ländern zu uns, um die Frohbotschaft zu verkünden und seelsorglich zu wirken.

An sie dürfen wir dankbar denken. 

„Erzählt bei den Völkern von der Herrlichkeit des Herrn,

bei allen Nationen von seinen Wundern; denn groß ist der Herr und hoch zu preisen“, heißt es im Psalm.

So wollen wir unseren Herrn grüßen.

 

ERÖFFNUNGSVERS

Ps 96 (95), 3-4

Erzählt bei den Völkern von der Herrlichkeit des Herrn,

bei allen Nationen von seinen Wundern;

denn groß ist der Herr und hoch zu preisen. (MB 929)

 

 

Christusrufe

Herr, Jesus Christus,

du hast uns eine Frohe Botschaft gebracht: Kyrie eleison.

Du hast Kranke geheilt und warst den Armen nahe: Christe eleison.

Du bist bei uns alle Tage bis zum Ende der Zeiten: Kyrie eleison.

 

 

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

 

 

Tagesgebet

 

Gott, du Heil aller Menschen,

du hast durch das Wirken des heiligen Franz Xaver

vielen Völkern den Weg zu dir gewiesen.

Wecke in deinen Gläubigen

den Sinn für die missionarische Arbeit

und schenke ihnen Eifer für die Ausbreitung des Glaubens,

damit die Kirche überall auf der Welt erstarke und wachse.

Darum bitten wir durch Jesus Christus,

deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

Amen.

 

 

Lesung

                         1 Kor 9, 16-19.22-23

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Schwestern und Brüder!

Wenn ich das Evangelium verkünde, kann ich mich deswegen nicht rühmen; denn ein Zwang liegt auf mir.

Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!

Wäre es mein freier Entschluss, so erhielte ich Lohn.

Wenn es mir aber nicht freisteht, so ist es ein Auftrag, der mir anvertraut wurde.

Was ist nun mein Lohn? Dass ich das Evangelium unentgeltlich verkünde und so auf mein Recht verzichte.

Da ich also von niemand abhängig war, habe ich mich für alle zum Sklaven gemacht, um möglichst viele zu gewinnen.

Den Schwachen wurde ich ein Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen.

Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.

Alles aber tue ich um des Evangeliums willen,

um an seiner Verheißung teilzuhaben.

 

Wort des lebendigen Gottes!

 

 

Antwortpsalm

. 3a)

Ps 117 (116), 1.2 (R: vgl. Mk 16, 15)

 

 

          R Geht hinaus in die ganze Welt,

          und verkündet allen das Evangelium! - R

1        Lobet den Herrn, alle Völker,

          preist ihn, alle Nationen! - (R)

2        Denn mächtig waltet über uns seine Huld,

          die Treue des Herrn währt in Ewigkeit. - R

 

 

 

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: Mt 4, 17

 

 

 

 

Vers: Ez 18, 31

Vers: Mt 28, 19a.20b

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Geht zu allen Völkern,

und macht alle Menschen zu meinen Jüngern!

Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Halleluja.

 

 

 

 

 

 

 

Evangelium

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

                                     Mk 16, 15-20

 

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen:

Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen:

In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;

wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden;

und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.

Sie aber zogen aus und predigten überall.

Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

 

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!

 

 

Zu den Schriftlesungen

 

 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Jesus, das zeigt das heutige Evangelium, hat sich den Menschen nicht aufgedrängt,

ihnen die Frohbotschaft, die er brachte, nicht übergestülpt.

 „Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann?“, fragt er die beiden Blinden, die sich an ihn gewandt haben.

„Was willst du, dass ich dir tue?“, heißt es ein andermal von ihm.

Er wollte den Menschen nahe sein und von ihren Bedürfnissen ausgehen.    

Auch beim heiligen Franz Xaver finden wir diesen Ansatz. 

So schreibt er in seinen Briefen, wie viel er von den nichtchristlichen Menschen gelernt hat, denen er begegnet ist.

Seine Mission geschah nicht von oben herab, sondern vollzog sich im Dialog.

Das ist für uns im Umgang mit Menschen wichtig,

sei es im religiösen Zusammenhang –

etwa in der Begegnung mit anderen Religionen –

sei es in unserem privaten und beruflichen Leben.

 

 

Gebet  --

An Heiligengedenktagen

 

Bearbeitet von Johannes Schreier

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

 

         Herr Jesus Christus,

Du hast dir ein Volk berufen aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen.

         Niemand kann sie zählen.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die Gerechten des Alten Bundes,

         denen sich der lebendige Gott geoffenbart hat

         und die uns im Glauben vorangegangen sind.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

 

         Die Propheten und Schriftgelehrten,

die das göttliche Wort bewahrt und uns überliefert haben.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die Frommen Israels an der Schwelle des Neuen Bundes,

die den Verheißungen geglaubt und dich erwartet haben.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die Apostel und Evangelisten,

         auf deren Botschaft die Kirche gegründet ist.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die Frauen und Männer,

         die dir begegnet sind,

         die du geheilt hast,

         die dir geglaubt haben

         und die dir nachgefolgt sind.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die bekannten und unbekannten Christen aller Zeiten,

die ihre Treue zu dir mit dem Leben bezahlt haben.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Unsere Schwestern und Brüder,

         die standhaft geblieben sind in der Bedrängnis,

in Not, in Angst, unter Misshandlungen in Gefängnissen und Lagern,

         bei Verfolgungen und unter schwerer Arbeit,

         und die ihren Peinigern vergeben haben.

 

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die Vielen,

die bei übler Nachrede und Schmähung in dir gegründet blieben,

         die fröhlich in der Drangsal waren

         und in ihrer Armut andere beschenkt haben.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die zahllosen Gläubigen,

         die zur Freiheit der Kinder Gottes gelangt sind,

die vor uns Liturgie gefeiert und die Sakramente empfangen haben

         und in deren Schwachheit

         sich Gottes Gnade als Kraftquelle erwiesen hat.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Die Ungenannten und Unbekannten,

die mit ihrem Beten und Arbeiten in der Verborgenheit

         den Boden bereitet haben,

         der die Kirche heute trägt,

und in den wir unseren Glauben, unsere Hoffnung

         und unsere Liebe hineingeben.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

         Jene Menschen,

die dich überall und zu allen Zeiten mit lauterem Herzen suchen,

         die nach dem Anruf ihres Gewissens leben,

         auch wenn sie dir nie begegnet sind

oder deine Botschaft in verzerrter Form kennengelernt haben.

 

         Selig, die bei dir wohnen, Herr,

         die dich loben allezeit.

 

 

         Herr, unser Gott,

du hast alle Menschen in deine Gemeinschaft eingeladen,

         du rufst sie aus allen Völkern und Stämmen,

         aus allen Sprachen und Kulturen,

         aus allen Zeiten der Geschichte in deine Kirche.

         Die uns vorausgegangen sind,

         hast du vollendet.

         Wir, die wir heute leben,

         sind unterwegs in der Hoffnung,

         dass wir zu der großen Schar gehören,

         die niemand zählen kann.

         Vereint mit denen,

         die vor uns zu deiner Kirche gehörten,

         und für diejenigen, die nach uns kommen werden,

         rufen wir:

         Lobpreis und Herrlichkeit,

         Weisheit und Dank,

         Ehre und Macht und Stärke

         dir, unserem Gott, in Ewigkeit.

         Amen.

 

Fürbitten

Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!   

so riefen die beiden Blinden Jesus zu.

Auch wir dürfen uns mit unseren Anliegen an ihn wenden:

Wir beten für alle, die heute in der Mission und Entwicklungshilfe tätig sind:

um Dialogbereitschaft und Ausdauer in ihrem Dienst an den Menschen.

Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids.

 

Wir beten für alle Frauen und Männer, die aus anderen Ländern zu uns kommen und in der Seelsorge oder im pflegerischen Dienst für uns tätig sind,

um Kraft und Geduld mit den Menschen.

Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids.

 

Wir beten für alle Obdach- und Arbeitslosen und für alle, die sich um sie kümmern:

um Momente der Freude und um Perspektiven für die Zukunft.

Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids.

 

 

Wir beten für uns selbst,

dass uns die Augen geöffnet werden für die wunderbare Gegenwart Gottes in unserem Leben.

Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids.

 

Wir beten für unsere Verstorbenen,

um Erlösung und Teilhabe am ewigen Mahl der Seligkeit in Gottes Licht.

Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids.

 

Gott im Himmel, dir vertrauen wir – heute und alle Tage bis in Ewigkeit.

 

 

Amen.

 

Vaterunser

 

Vater unser im Himmel…

 

Denn dein ist das Reich…

 

Friedenszeichen

 Jesus Christus ist unser Friede und unsere Versöhnung.
Sein Geist stiftet Frieden unter uns Menschen.

Der Friede des Herrn sei mit uns allezeit und in Ewigkeit!

Amen!

 

 

 

Impuls

Meistens wird Gott ganz leise Mensch

Von der Öffentlichkeit unbemerkt
Von den Menschen nicht zur Kenntnis genommen
In nächtlicher Verzweiflung
In der Stunde der Einsamkeit
Im Augenblick des größten Glücks
Im Augenblick unerwarteter Hilfe
In der Freude am Geliebten

Meistens wird Gott ganz leise Mensch
Immer dann
Wenn Menschen zu Menschen werden

Andrea Schwarz / Johannes Schreier

 

 

 

Schlussgebet

 

Gütiger Gott,

das Opfer deines Sohnes entzünde in uns

die Glut der Liebe,

die den heiligen Franz Xaver ergriffen hat;

so dass er sich für das Heil der Seelen verzehrte.

Gib, dass auch wir unserer Berufung entsprechen

und einst den Lohn erhalten,

der den Arbeitern in deinem Weinberg verheißen ist.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

Segensbitte

Der barmherzige Gott hat uns den Glauben
an das Kommen seines Sohnes geschenkt.
Er segne uns durch das Licht seiner Gnade.

Er mache uns standhaft im Glauben,
Froh in der Hoffnung
und eifrig in den Werken der Liebe.

 

Die erste Ankunft des Erlösers sei uns Unterpfand

der ewigen Herrlichkeit, die er uns schenken wird,
wenn er wiederkommt auf den Wolken des Himmels.

 

Das gewähre uns der dreieinige, gute und treue Gott,
der Vater
und der Sohn 
und der Heilige Geist.
Amen.

 

 

Entlassung

Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.

 

Lied GL  218   1-2

 

Danke für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Adventszeit.

 

 

Ihr

 

 

Die Wortgottesfeier zum Herunterladen im PDF-Format: