Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen
Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!
Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen
Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!
Nr.: 314
06.03.2026
von Johannes Schreier
Text:
Schott Messbuch,
Laacher Messbuch,
Liturgie KONKRET, Lioba Faust
Johannes Schreier
Liebe Mitchristinnen und Mitchristen
in unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!
Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.
Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.
Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.
6. März 2026
Freitag der 2. Fastenwoche
L Gen 37,3–4.12–13a.17b–28; Ev Mt 21,33–43.45–46 (Lekt. IV, 154)
Lied GL 268 (Erbarme dich, erbarm dich mein)
Kreuzzeichen
Das Kreuz ist ein Zeichen der Hoffnung,
weil es kein Zeichen des Todes mehr ist.
Wir stellen uns unter dieses Zeichen:
Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen.
Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!
Amen!
Einführung
Fastenzeit. Das heißt für einige, Maß halten beim Essen und Trinken.
Aber nicht nur das; die Fastenzeit ist auch dazu da,
sich der eigenen Lebensführung bewusster zu werden,
und zu verstehen, was mit Umkehr gemeint ist.
Dass Gott Mensch geworden und am Kreuz für uns gestorben ist, ist nicht einfach eine interessante Erzählung,
nein, es geht darum, dass wir seine Maßstäbe in dieser Welt verwirklichen.
Was das heißt?
Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit, einander Gutes tun,
nach Gerechtigkeit streben.
Doch niemand lebt immer vorbildlich.
Darum bitten wir immer wieder um Gottes Erbarmen
Christusrufe
Herr Jesus Christus, du bist der Eckstein, der uns trägt.
Herr, erbarme dich.
Du willst, dass wir Frucht bringen.
Christus, erbarme dich.
Du siehst unsere Not und wendest dich uns zu.
Herr, erbarme dich.
Vergebungsbitte
Der allmächtige Gott erbarme sich unser.
Er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.
Tagesgebet
Allmächtiger Gott,
reinige uns in diesen Tagen,
in denen wir für unsere Sünden Buße tun,
damit wir mit lauterem Herzen das Osterfest erwarten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.
Lesung Gen 37, 3–4.12–13a.17b–28
Lesung aus dem Buch Génesis.
Israel liebte Josef mehr als alle seine Söhne,
weil er ihm in hohem Alter geboren worden war.
Er ließ ihm einen bunten Rock machen.
Als seine Brüder sahen,
dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder,
hassten sie ihn
und konnten mit ihm kein friedliches Wort mehr reden.
Als seine Brüder fortgezogen waren,
um die Schafe und Ziegen ihres Vaters bei Sichem zu weiden,
asagte Israel zu Josef:
Weiden nicht deine Brüder bei Sichem?
Geh, ich will dich zu ihnen schicken.
Da ging Josef seinen Brüdern nach
und fand sie in Dotan.
Sie sahen ihn von Weitem.
Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war,
fassten sie den Plan, ihn umzubringen.
Sie sagten zueinander: Siehe, da kommt ja dieser Träumer.
Jetzt aber auf,
erschlagen wir ihn
und werfen wir ihn in eine der Zisternen.
Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen.
Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird.
Ruben hörte das
und wollte ihn aus ihrer Hand retten.
Er sagte: Begehen wir doch keinen Mord.
Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt kein Blut!
Werft ihn in die Zisterne da in der Steppe,
aber legt nicht Hand an ihn!
Das sagte er, um ihn aus ihrer Hand zu retten
und zu seinem Vater zurückzubringen.
Als Josef bei seinen Brüdern angekommen war,
zogen sie ihm seinen bunten Rock aus,
den Ärmelrock, den er anhatte,
packten ihn und warfen ihn in die Zisterne.
Die Zisterne war leer;
es war kein Wasser darin.
Sie saßen beim Essen
und erhoben ihre Augen und sahen,
siehe, eine Karawane von Ismaelítern aus Gílead kam.
Ihre Kamele waren mit Tragakánt, Mástix und Ládanum beladen.
Sie waren unterwegs nach Ägypten.
Da sagte Juda seinen Brüdern:
Was haben wir davon,
wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken?
Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelítern.
Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen,
denn er ist doch unser Bruder und unser Fleisch.
Seine Brüder hörten auf ihn.
Midianítische Kaufleute kamen vorbei.
Da zogen sie Josef aus der Zisterne herauf
und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaelíter.
Sie brachten Josef nach Ägypten.
Wort des lebendigen Gottes!
Antwortpsalm Ps 105 (104), 16–17.18–19.20–21 (Kv: vgl. 5a)
Kv Gedenkt der Wunder, die der Herr getan! – KvGL 639, 3, II. Ton
16Er rief den Hunger ins Land, ∗
entzog ihnen allen Vorrat an Brot.
17Doch hatte er ihnen einen Mann vorausgesandt: ∗
Josef wurde als Sklave verkauft. – (Kv)
18Man spannte seine Füße in Fesseln ∗
und zwängte seinen Hals ins Eisen
19bis zu der Zeit, als sein Wort sich erfüllte ∗
und der Spruch des Herrn ihm Recht gab. – (Kv)
20Er sandte einen König, der ließ ihn frei, ∗
einen Herrscher der Völker, der ließ ihn heraus.
21Er bestellte ihn zum Herrn über sein Haus, ∗
zum Herrscher über seinen ganzen Besitz. – Kv
Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. Joh 3, 16a.15
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! – Kv
So sehr hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Evangelium Mt 21, 33–43.45–46
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern
und den Ältesten des Volkes:
Hört noch ein anderes Gleichnis:
Es war ein Gutsbesitzer,
der legte einen Weinberg an,
zog ringsherum einen Zaun,
hob eine Kelter aus
und baute einen Turm.
Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer
und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Erntezeit kam,
schickte er seine Knechte zu den Winzern,
um seine Früchte holen zu lassen.
Die Winzer aber packten seine Knechte;
den einen prügelten sie,
den andern brachten sie um,
wieder einen anderen steinigten sie.
Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal;
mit ihnen machten sie es genauso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen;
denn er dachte:
Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Als die Winzer den Sohn sahen,
sagten sie zueinander: Das ist der Erbe.
Auf, wir wollen ihn umbringen,
damit wir sein Erbe in Besitz nehmen.
Und sie packten ihn,
warfen ihn aus dem Weinberg hinaus
und brachten ihn um.
Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt:
Was wird er mit jenen Winzern tun?
Sie sagten zu ihm:
Er wird diese bösen Menschen vernichten
und den Weinberg an andere Winzer verpachten,
die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
Und Jesus sagte zu ihnen:
Habt ihr nie in der Schrift gelesen:
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
er ist zum Eckstein geworden;
vom Herrn ist das geschehen
und es ist wunderbar in unseren Augen?
Darum sage ich euch:
Das Reich Gottes wird euch weggenommen
und einem Volk gegeben werden,
das die Früchte des Reiches Gottes bringt.
Als die Hohepriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten,
merkten sie, dass er von ihnen sprach.
Sie suchten ihn zu ergreifen;
aber sie fürchteten die Menge,
weil sie ihn für einen Propheten hielt.
Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!
Zu den Schriftlesungen
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!
Mit heftigen, ja, brutalen Auseinandersetzungen werden wir heute konfrontiert, in der Lesung wie auch im Evangelium.
Da wird jemand aus dem Weg geräumt,
werden andere vernichtet, damit die einen es besser haben. Besitz und Ermächtigung sind die Themen,
und wenn man deshalb über Leichen gehen muss.
Das „Nicht-genug-Kriegen“ ist menschlich und stets aktuell. Die Sorge, zu wenig zu haben, und das Streben danach,
mehr zu bekommen, besser dazustehen,
ist etwas, was Menschen allezeit umtreibt.
Egoismus steht über Rechtmäßigkeit.
Mehr Geld, mehr Einfluss, mehr Macht.
Sich durch eigene Anstrengungen Vorteile zu verschaffen,
ist durchaus akzeptabel.
Sich für Notsituationen abzusichern ist wichtig.
Für schlechtere Zeiten vorzusorgen ist hilfreich.
Wenn aber andere Opfer des eigenen Besitz- und Machtstrebens werden oder zu Schaden kommen,
ist es übermäßig.
Dann stimmt das Maß nicht mehr.
Die Verhältnisse menschlicher Gerechtigkeit sind verschoben. Denn worum es wirklich geht, ist, füreinander da zu sein – neben allem Eigennutz.
Die Fastenzeit ist eine Gelegenheit, den eigenen Umgang mit Besitz und Macht genauer anzuschauen.
Gebet --
Mit Jesus durch das Leben
Gebet für die Zeit im Jahreskreis und die Österliche
Bußzeit
Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
Jesus, unser Herr und Bruder, du warst Gott gleich.
Für uns und um unseres Heiles willen bist du Mensch geworden.
Wir danken dir.
Du hast dein Leben nicht festgehalten.
Wir danken dir.
Du hast dich entäußert.
Du bist geworden wie einer, der dient.
Wir danken dir.
Du warst uns in allem gleich.
Du hast dich selbst erniedrigt.
Du bist gehorsam geworden bis zum Tod am Kreuz.
Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
Deshalb hat Gott dich erhöht über alles, was ist.
Er hat dir einen Namen verliehen, der über allen Namen ist.
Gott hat dich erhöht.
Vor dir beugen alle das Knie.
Jeder Mund bekennt:
Gott hat dich erhöht.
Du bist der Herr.
Gott hat dich erhöht.
Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
Du hast verheißen: Wenn ich über die Erde erhöht bin,
werde ich alle zu mir ziehen.
Die Menschen in unserer zerrissenen Welt:
Die Völker, die auf Frieden hoffen:
Die unter Angst und Terror lebenden Menschen:
Die um ihres Glaubens willen Verfolgten:
Die ihr Leben wagen, um andere zu retten:
Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
Nichts kann uns scheiden von dir und deiner Liebe.
Nimm uns in deine Hand.
Wenn uns Leid und Unverständnis trifft:
Wenn uns liebe Menschen verlassen:
Wenn wir an unsere Grenzen stoßen:
Wenn wir alt und krank werden:
Wenn uns Angst und Not überfällt:
Wenn wir dem Tod entgegengehen:
Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
Fürbitten
Jesus Christus ist für uns der Eckstein, das Fundament,
auf das wir unser Leben bauen können.
Zu ihm wenden wir uns mit unseren Bitten:
Für alle, die politisch Verantwortung tragen:
um den Willen, gerecht zu entscheiden und zu handeln.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Für alle Firmeninhaber:
um eine wirtschaftliche wie auch sozial gerechte Unternehmensführung.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Für alle Menschen, die unterdrückt, verfolgt und missachtet werden:
um Kraft aus deinem Wort und Helfer in der Not.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Für alle, die anderen in Not beistehen – Obdachlosen, Geflüchteten, Menschen in Armut:
um Geduld und barmherziges Handeln.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Für Kranke und Sterbende:
um Kraft in ihrem Leid und fürsorgliche Begleiter.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Denn du lässt uns deine Gnade und Barmherzigkeit spüren. Dafür danken wir dir und preisen dich jetzt und allezeit.
Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel…
Denn dein ist das Reich…
Friedenszeichen
Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Schuld, sondern auf den Glauben deiner Kirche
und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.
Der Friede des Herrn sei mit uns allezeit und in Ewigkeit!
Amen!
Wort auf den Weg
Geld, Macht, Besitz.
Wichtig für mein Leben.
Unwichtig für das Reich Gottes.
Ansehen, Egoismus, Eigennutz.
Erstrebenswert auf dieser Welt.
Ohne Bedeutung vor Gott.
Ehrfurcht, Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit.
Hinwendung zu Gott.
Das will mich Jesus lehren.
Lasse ich mich davon ansprechen?
Schlussgebet
Herr, unser Gott,
die heiliges Wort, das wir gehört haben,
ist uns ein Unterpfand des ewigen Heils.
Gib, dass wir mit ganzer Bereitschaft
nach diesem Heil streben,
damit wir es einst in seiner Fülle empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Segensbitte
Der barmherzige Gott, der seinen Sohn für uns dahingegeben und uns in ihm ein Beispiel der Liebe geschenkt hat, segne uns und mache uns bereit, Gott und den Menschen zu dienen.
Und Christus, der Herr, der uns durch sein Sterben dem ewigen Tode entrissen hat, stärke unseren Glauben und führe uns zur unvergänglichen Herrlichkeit.
Und allen, die ihm folgen auf dem Weg der Entäußerung gebe er Anteil an seiner Auferstehung und an seiner Herrlichkeit.
Das gewähre uns der dreieinige Gott,
der Vater
und der Sohn
und der Heilige Geist. Amen.
Entlassung
Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.
Lied GL 532 1+5
Danke für ihr Mitbeten.
Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.
Ihr