Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

 

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

Nr.: 133

30.09.2022

von Johannes Schreier

Text:

Schott Messbuch,

Laacher Messbuch,

Liturgie KONKRET, Hanns Sauter

Johannes Schreier

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

in unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.

 

 

30. September 2022

G  Hieronymus

L Ijob 38,1.12–21; 40,3–5; Ev Lk 10,13–16 (Lekt. VI, 257)

 

Kreuzzeichen

 

Beginnen wir den Gottesdienst:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!

 

Amen!

 

Einführung

In jeder Heiligen Messe hören wir Gottes Wort aus der Heiligen Schrift. Dass diese nicht nur ausgewählten Menschen zu lesen vorbehalten blieb, sondern allen, die lesen konnten,

ist auch das Verdienst des heiligen Hieronymus (345–420).

Er war vielseitiger Wissenschaftler und einer der damals bedeutendsten Bibelgelehrten.

Zu seiner Zeit verdrängte das Spätlateinische die bisherige Umgangs- und Liturgiesprache Griechisch.

Hieronymus verfügte über die erforderlichen Sprachkenntnisse,

die Bibel in die nun gebräuchliche Umgangssprache zu übersetzen

und dadurch für alle zugänglich zu machen.

Nehmen wir den heutigen Gedenktag zum Anlass,

uns auf unsere Beziehung zur Heiligen Schrift zu besinnen.

Ist sie für uns toter Buchstabe oder

„Wort des lebendigen Gottes“?  

 

Schuldbekenntnis

Schwestern und Brüder,

Das Wort Gottes stärkt und ermutigt.

Es lässt uns aber auch unser Versagen

und unsere Schuld erkennen.

Im Vertrauen auf die Güte des Herrn rufen wir:

Erbarme dich, Herr, unser Gott. erbarme dich.

Denn wir haben vor dir gesündigt.

Erweise uns, Herr, deine Huld.

 

Und schenke uns dein Heil.

 

Kyrie

Herr, Jesus, wir sind gekommen, um dein Wort zu hören:

Herr, erbarme dich.

Dein Wort steht fest wie der Himmel:

Christus, erbarme dich.

Dein Wort ist uns Trost und Lebensfreude:

Herr, erbarme dich.

 

Vergebungsbitte

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

Tagesgebet

 

Heiliger Gott,

in Christus hast du den Völkern

deine ewige Herrlichkeit geoffenbart.

Gib uns die Gnade,

das Geheimnis unseres Erlösers

immer tiefer zu erfassen,

damit wir durch ihn

zum unvergänglichen Leben gelangen,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

Amen.

 

 

LESUNG

Ijob 38, 1.12-21; 40, 3-5

Lesung aus dem Buch Ijob

Der Herr antwortete dem Ijob aus dem Wettersturm und sprach:

Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten,

dem Frührot seinen Ort bestimmt,

dass es der Erde Säume fasse und dass die Frevler von ihr abgeschüttelt werden?

Sie wandelt sich wie Siegelton,

die Dinge stehen da wie ein Gewand.

Den Frevlern wird ihr Licht entzogen,

zerschmettert der erhobene Arm.

Bist du zu den Quellen des Meeres gekommen,

 hast du des Urgrunds Tiefe durchwandert?

Haben dir sich die Tore des Todes geöffnet,

hast du der Finsternis Tore geschaut?

Hast du der Erde Breiten überblickt?

Sag es, wenn du das alles weißt.

Wo ist der Weg zur Wohnstatt des Lichts?

Die Finsternis, wo hat sie ihren Ort,

dass du sie einführst in ihren Bereich,

die Pfade zu ihrem Haus sie führst?

Du weißt es ja;

du wurdest damals ja geboren, und deiner Tage Zahl ist groß.

Da antwortete Ijob dem Herrn und sprach:

Siehe, ich bin zu gering. Was kann ich dir erwidern?

Ich lege meine Hand auf meinen Mund.

Einmal habe ich geredet, ich tu es nicht wieder; ein zweites Mal,

doch nun nicht mehr!

 

Wort des lebendigen Gottes!

 

 

ANTWORTPSALM

Ps 139 (138), 1-3.7-8.9-10.13-14

 

          R Leite mich, o Herr, auf dem bewährten Weg! - R

 

1        Herr, du hast mich erforscht, und du kennst mich.

2        Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.

          Von fern erkennst du meine Gedanken.

3        Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;

          du bist vertraut mit all meinen Wegen. - (R)

7        Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist,

          wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?

       Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort;

          bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen. - (R)

9        Nehme ich die Flügel des Morgenrots

          und lasse mich nieder am äußersten Meer,

10      auch dort wird deine Hand mich ergreifen

          und deine Rechte mich fassen. - (R)

13      Denn du hast mein Inneres geschaffen,

          mich gewoben im Schoß meiner Mutter.

14      Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.

          Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke. - R

 

 

 

Vers: Mt 4, 17

 


Vers: Ez 18, 31

 

 


RUF VOR DEM EVANGELIUM

Vers: vgl. Ps 95 (94),7d.8a

Halleluja. Halleluja.

Wenn ihr heute seine Stimme hört,

verhärtet nicht euer Herz!

Halleluja.

 

 


 

EVANGELIUM

Lk 10, 13-16

 Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit sprach Jesus:

Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida!

Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären,

die bei euch geschehen sind –

man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.

Tyrus und Sidon wird es beim Gericht nicht so schlimm ergehen wie euch.

Und du, Kafarnaum,

meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben?

Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen.

Wer euch hört, der hört mich,

und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab;

wer aber mich ablehnt,

der lehnt den ab, der mich gesandt hat.

 

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!

 

 

Zu den Schriftlesungen

 

 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Ein bekanntes Zitat des heiligen Hieronymus ist:

„Wer die Heilige Schrift nicht kennt, der kennt weder Gottes Kraft noch seine Weisheit:

die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.“

Sicher kennt jeder von uns viele Stellen der Heiligen Schrift.

Sicher hat auch jeder von uns eine Bibelstelle, die er besonders schätzt und die ihn schon lange durch das Leben begleitet.

Eine Stelle, die ihm Gott ganz nahebringt.

Mit anderen Stellen hingegen mag es uns so gehen wie den Jüngern im Evangelium bei manchen Worten Jesu:

„Sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht;

er blieb ihnen verborgen, so dass sie nicht begriffen.“

Sicher – vieles ist aus der damaligen Zeit zu verstehen.

Wir können es so stehen lassen.

Die Bibel ist eben keine am Schreibtisch entstandene Philosophie, sondern ein Buch, das im Alltag entstanden ist,

und dieser ändert sich oft.

Auch ist unsere Welt unüberschaubarer und komplizierter als die damalige.

Dies ändert aber nichts daran, dass Gott da ist

und durch die Heilige Schrift zu uns spricht.

Wer sich mit der Bibel beschäftigt, wird erkennen,

wie sehr Gott auch heute im Alltag da ist.

Wenn wir die Bibel aufschlagen, geht es nicht darum,

möglichst viel zu lesen oder möglichst alles zu verstehen.

Es geht darum, Gott zu begegnen.

Was uns unmittelbar anspricht, hat mit unserem Leben zu tun.

Wie immer im Leben gibt es auf jede Frage nicht gleich eine Antwort. Wir müssen uns darum bemühen.

Dies aber führt uns zu einer tieferen Erkenntnis Gottes

und zu mehr Sensibilität für seine Nähe.

Beten wir in den Fürbitten um ein Leben aus dem Wort Gottes!

 

Lied  GL 450 (Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht)

 

 

Gebet  --

         Zum Leben befreit

         Gebet für die Zeit im Jahreskreis

 

         Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein      

          Bund.

         Herr Jesus Christus, du kennst uns

          und unsere Sehnsucht nach Liebe.

         Du kennst uns

          und unsere Suche nach Verständnis.

         Du kennst uns

         und unser Sehnen nach Geborgenheit.

         Du kennst uns

          und unseren Hunger nach Anerkennung.

         Du kennst uns

          und unseren Durst nach Leben.

         Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein           

          Bund.

         Jesus Christus, du gibst uns Zuflucht und Halt

          in Angst und Einsamkeit.

         Du gibst Zuflucht und Halt

          in Dunkelheit und Trauer.

          Du gibst Zuflucht und Halt

          in Missachtung und Ablehnung.

 

          Du gibst Zuflucht und Halt

          in Not und Ratlosigkeit.

          Du gibst Zuflucht und Halt

          in Bedrängnis und Schuld.

          Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein           

          Bund.

          Jesus Christus, du schenkst Vergebung und

Zukunft und weckst Verständnis füreinander.

          Du schenkst Vergebung und Zukunft

          und nimmst die Angst voreinander.

          Du schenkst Vergebung und Zukunft

          und führst auf Wege zueinander.

          Du schenkst Vergebung und Zukunft

          und lehrst das Hören aufeinander.

          Du schenkst Vergebung und Zukunft

          und befreist zu einem neuen Leben miteinander.

          Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein            

          Bund.

 

Fürbitten

Wir beten zu Gott, der an uns sein Wort richtet:

Wir beten und bitten für alle, die Gottes Wort verkünden und auslegen.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten und bitten für alle Menschen, die sich in der Stille mit dem Wort Gottes auseinandersetzen.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten und bitten für alle, die sich vom Wort Gottes abwenden.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten und bitten für alle, die in der Bibelwissenschaft und in Bibelwerken tätig sind.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten und bitten für alle, die in unserer Gemeinde als Lektor oder Lektorin oder als Bibelkreisleiter tätig sind.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Guter Gott, in deinem Wort bist du uns immer nahe. Es sei uns und allen, für die wir beten, Stärke und Halt, Wegweisung und Orientierung durch Christus, unseren Herrn.        Amen.

 

Vaterunser

 

Vater unser im Himmel…

 

Denn dein ist das Reich…

 

Friedenszeichen

Der auferstandene Herr hat uns Frieden zugesprochen.
Deshalb gilt auch für uns die Aufforderung:
In euren Herzen herrsche der Friede Christi,
dazu sind wir berufen als Glieder eines Leibes.

Der Friede des Herrn sei mit uns allezeit und in Ewigkeit!

Amen!

 

Impuls

Christus ist Gottes Kraft und Gottes Weisheit,

und wer die Heilige Schrift nicht kennt,

der kennt weder Gottes Kraft noch seine Weisheit:

die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.

 (Hieronymus)

 

Schlussgebet                             

 

Ergreife ich die Hand Gottes,

die mich anrührt,

dann finde ich den absoluten Halt
und die absolute Geborgenheit.

Der allmächtige Gott
steht nun als allgütiger Gott vor uns.

Liebe durchströmt uns,

und wir fühlen uns getragen von seiner Liebe.

 

Edith Stein

 

 

Segensbitte

Der allmächtige Gott gewähre uns Segen und Heil:
Er offenbare uns die Wege seiner Weisheit.
Er stärke unseren Glauben durch sein Wort
und schenke uns die Gnade, nach seinen Geboten zu leben,
damit in allem sein Wille geschehe.
Er lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens:
Er mache uns beharrlich im Guten
und vollende uns in der Liebe.

Das gewähre uns der dreieinige, gute und treue Gott,
der Vater
und der Sohn 
und der Heilige Geist.       Amen.

 

 

Entlassung

Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.

 

 

 

Danke für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

 

 

Ihr