Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

 

 

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

 

20,05.2022

von Johannes Schreier

Text:

Schott Messbuch,

Laacher Messbuch,

Liturgie KONKRET,

Johannes Schreier

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

In unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.

 

 

 

 

 

20. Mai 2022

Freitag der 5. Osterwoche

L Apg 15,22–31; Ev Joh 15,12–17 (Lekt. IV, 338)

 

Lied                      GL 489 (Lasst uns loben)

 

Kreuzzeichen

Beginnen wir den Gottesdienst:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!

 

Amen!

 

Einführung

Wir feiern fünfzig Tage lang Ostern, und die Freude über das, was an Ostern geschehen ist, soll unser ganzes Leben bestimmen. Freude hilft und motiviert, Dinge in Angriff zu nehmen, die zunächst recht schwierig erscheinen. So auch die Forderung Jesu: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“

Mit einem dankbaren Herzen wollen wir uns für die Begegnung mit ihm bereiten.

 

ERÖFFNUNGSVERS

Offb 5, 12

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen.

Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre. Halleluja.

 

 

 

Kyrie

Herr, Jesus Christus,

du bist der Grund unserer österlichen Freude.

Herr, erbarme dich.

Du nennst uns deine Freunde.

Christus, erbarme dich.

Du bist die Hoffnung unserer Auferstehung.

Herr, erbarme dich.

 

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben.       Amen.

 

Tagesgebet

 Wir bitten dich, allmächtiger Gott,

präge und forme unser Leben

durch die österlichen Geheimnisse,

die wir in diesen Tagen feiern.

Heile und schütze uns durch die Macht

unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus,

der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

Amen.

 

 

LESUNG 

Apg 15, 22-31

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

beschlossen die Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, genannt Barsabbas, und Silas, führende Männer unter den Brüdern.

Sie gaben ihnen folgendes Schreiben mit: Die Apostel und die Ältesten, eure Brüder, grüßen die Brüder aus dem Heidentum in Antiochia, in Syrien und Zilizien.

Wir haben gehört, dass einige von uns, denen wir keinen Auftrag erteilt haben, euch mit ihren Reden beunruhigt und eure Gemüter erregt haben.

Deshalb haben wir uns geeinigt und beschlossen, Männer auszuwählen und zusammen mit unseren lieben Brüdern Barnabas und Paulus zu euch zu schicken,

die beide für den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, ihr Leben eingesetzt haben.

Wir haben Judas und Silas abgesandt, die euch das Gleiche auch mündlich mitteilen sollen.

Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen, euch keine weitere Last aufzuerlegen als diese notwendigen Dinge:

Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und Unzucht zu meiden. Wenn ihr euch davor hütet, handelt ihr richtig. Lebt wohl!

Man verabschiedete die Abgesandten, und sie zogen hinab nach Antiochia, riefen die Gemeinde zusammen und übergaben ihr den Brief.

Die Brüder lasen ihn und freuten sich über die Ermunterung.

 

 

 

ANTWORTPSALM

 

Ps 57 (56), 8-9.10-11 (R: vgl. 10a)

          R Vor den Völkern will ich dich preisen,   Herr. - R

             Oder:

          R Halleluja. - R

 

       Mein Herz ist bereit, o Gott,

          mein Herz ist bereit,

          ich will dir singen und spielen.

       Wach auf, meine Seele!

          Wacht auf, Harfe und Saitenspiel!

          Ich will das Morgenrot wecken. - (R)

10      Ich will dich vor den Völkern preisen Herr,

          dir vor den Nationen lobsingen.

11      Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist

          deine Treue, so weit die Wolken ziehn. - R

 

 

 

 

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Vers: Joh 15, 15b

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Ich habe euch Freunde genannt;

denn ich habe euch alles mitgeteilt,

was ich gehört habe von meinem Vater.

Halleluja.

 

 

 EVANGELIUM

Joh 15, 12-17

 Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!

 

 

Zu den Schriftlesungen

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Ihr seid meine Freunde.“

Kurz vor seinem Tod sagt seinen Jüngern, wie sehr er sie liebt,

und trägt ihnen auf:

„Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.“

Denn: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freude hingibt.“

Freundschaft mit Jesus ist zuallererst ein Geschenk Jesu:

„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“ Freundschaft kann man nicht machen oder einfordern,

sie kann nur wachsen, reifen und sich bewähren.

Die Initiative geht von Jesus aus.

Er zeigt den Jüngern seine Freundschaft dadurch,

dass er sich ihnen ganz anvertraut:

„Ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.“

Das Persönlichste aus unserem Leben vertrauen wir nur den besten Freund an.

Wie groß und fest aber auch wie kostbar die Freundschaft Jesu zu seinen Jüngern ist,

diese Erfahrung macht Petrus, nachdem er Jesus in der Nacht der Gefangennahme aus Feigheit gleich dreimal verleugnet –

und Jesus ihm durch Versöhnung die Freundschaft wiederherstellt.

 

 

Gebet  --

        Die Gaben des Geistes entdecken

 

        

         Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist.

Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn.

Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott:

         Er bewirkt alles in allen.                          (

         Sein Geist schenkt Weisheit.

          Weisheit, das Leben anzunehmen und zu lieben.

 

         Gottes Geist schenkt Erkenntnis.

         Erkenntnis, das Leben zu achten und zu pflegen.

         Ihn bitten wir:

         Komm, Heilger Geist, der Leben schafft                 

 

          Der Heilige Geist schenkt Glauben,

          Glauben, der dem Leben eine Mitte und Halt gibt.

         Derselbe Geist schenkt die Gabe, Krankheiten zu heilen,

         die Gabe, das Leben zu erneuern.

         Ihn bitten wir:

         Komm, Tröster, der die Herzen lenkt             

          Der Geist Jesu schenkt Wunderkräfte,

         wunderbare Kräfte, das Leben in die Hand zu nehmen

         und zu gestalten.

          Gottes Geist schenkt prophetische Rede,

         die Gabe, für das Leben zu kämpfen.

         Ihm singen wir:

         Dich sendet Gottes Allmacht aus

 

          Der Geist schenkt die Gabe zur Unterscheidung der Geister.

         Die Gabe, das Leben und das Gute zu fördern.

 

         Der Heilige Geist schenkt verschiedene Arten von Zungenrede

         und die Gabe, sie zu deuten.

         Die Gabe, von Gott zu künden und die Kirche zu beleben.

         Den Geist bitten wir:

Entflamme Sinne und Gemüt ... Die Macht des Bösen banne weit

                                     

         Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist.

Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn.

Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott.

         Er bewirkt alles in allen.

         Ihm singen wir:

          Lass gläubig uns den Vater sehn ...                  

          Den Vater auf dem ewgen Thron.

 

Fürbitten

„Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet“, hat Jesus versprochen.

Ihn, der uns als seine Freunde erwählt hat, bitten wir:

 

Für die Männer und Frauen, die sich in der Kirche engagieren, bitten wir:

Lass sie durch die Erfahrung deiner Liebe immer wieder für ihren Dienst gestärkt werden.

Christus, höre uns.

Für die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bitten wir:

Gib ihnen Kraft und Ausdauer bei der Bewältigung ihrer Aufgaben.

Christus, höre uns.

Für die Menschen, deren Liebe und Hoffnung enttäuscht worden ist, bitten wir:

Lass sie helfende Freunde zur Seite haben.

Christus, höre uns.

Für die jungen Menschen, die eine Freundschaft mit Jesus suchen, bitten wir:

Hilf ihnen, durch deine Nähe ihre Talente zu entfalten.

Christus, höre uns.

Für alle, die heute sterben müssen, bitten wir:

Zeige dich ihnen als Licht in der Dunkelheit des Todes und lass sie in alle Ewigkeit in deiner Liebe geborgen bleiben.

Christus, höre uns.

Denn in deiner Gegenwart, guter Gott, ist Freude.

Bewahre uns in dieser Freude und vollende sie in deinem Reich

durch Christus, unseren Herrn.                           Amen.

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel…

 

Denn dein ist das Reich…

 

Friedenszeichen

L Gottes Verheißung gilt allen Menschen.
Trotz allem Krieg und allem Streit
will er uns alle zu Erben berufen.
Deshalb bitten wir:

L Herr Jesus Christus, du bist unser Friede und
unsere Versöhnung.
Stifte durch deinen Geist Frieden unter uns Menschen.
Schaue nicht auf unser Unvermögen und unser Versagen,
sondern schaue auf den Glauben deiner Kirche
und schenke ihr und uns Frieden und Heil.

 

Impuls

Woran werden wir dich erkennen, wenn du kommst?

Werden wir dich erkennen, wenn du kommst?

Erkennen wir dich?

Kommst Du?

 

Wir sehen – und werden gesehen

Wir leiden – und leiden mir

Wir tragen – und werden ertragen

Wir hören – und werden gehört

Wir warten -und werden erwartet

Wir sprechen, singen, schweigen, lachen, weinen

 

Wir leben:

Glauben

Hoffen

Lieben

 

Du kommst, Du bist, Du bleibst:

Liebt einander wie ich euch geliebt habe

 

Angela Boog

 

 

 

Schlussgebet

Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns das Wort des Himmels gegeben,
damit wir an Leib und Seele gesunden.
Gib, dass wir die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Segensbitte

    Der Vater, von dem alles Leben kommt, erfülle uns mit seiner Liebe.

    Amen.

    Der Sohn, in dem das göttliche Leben erfahrbar geworden ist, sei bei uns und begleite uns.

    Amen.

    Der Heilige Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit der Kraft und Freude.

    Amen.

    Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit.

    Amen.

 

Entlassung

Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.

 

Lied GL   385  1-2

 

Danke für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

 

 

Ihr