WGF_200814

Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

von Johannes Schreier


Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

In unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus oder auch draußen im Garten. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.


Freitag

14.08.2020

Liturgische Farbe: rot Texthilfe:

Schott Messbuch, Liturgie KONKRET, Maximilian Pühringer , Johannes Schreier


14. August 2020

G Maximilian Maria Kolbe

L Ez 16,1–15.59b–60.63 oder Ez 16,59–63 Ev Mt 19,3–12 (Lekt. VI, 61)


Lied GL 461 (Mir nach, spricht Christus)


L.: Wir beginnen den Gottesdienst:

Im Namen des Vaters und des Sohnes

und des Heiligen Geistes. Amen.


L.: Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters

Und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns, jetzt und allezeit!

Amen!


Einführung

Alles, was der Mensch tut, kann er halbherzig tun oder aus ganzen Herzen.

Das Leben und Sterben des heiligen Maximilian Kolbe ist ein Plädoyer gegen die Halbherzigkeit.

Er war ein polnischer Franziskaner, der sich aus ganzem Herzen missionarisch betätigt hat,

vor allem hat er versucht, die damals vorhandenen Medien für die Verkündigung des Glaubens zu nutzen.

Nach dem Überfall deutscher Truppen auf Polen kam er ins Konzentrationslager Auschwitz,

wo er stellvertretend für einen Familienvater in den Hungerbunker ging,

und dort am 14. August 1941 starb.

Er ermutigt uns, das, was wir tun, ganz zu tun.


Schwestern und Brüder,

das Wort Gottes erleuchtet unser Gewissen. Es ist wirksam,

es vermag die Gedanken des Herzens zu richten. Alles liegt offen vor den Augen Gottes.

Besinnen wir uns auf unser Versagen und bekennen wir unsere Schuld.


Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen

und Böses getan habe ich habe gesündigt

in Gedanken, Worten und Werken -


durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.


Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen

und euch, Brüder und Schwestern,

für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.


Kyrie

Herr Jesus, Sohn des lebendigen Gottes: Kyrie eleison. Du Mittler des Neuen Bundes: Kyrie eleison.


Herr Christus, du hast für uns getragen Kreuz und Leiden: Christe eleison

Du bist für uns auferstanden von den Toten: Christe eleison


Herr Jesus, du Herr deiner Kirche: Kyrie eleison. Du Hoffnung der ganzen Erde: Kyrie eleison.


Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben. Amen.


Lasset uns beten: Gott,

in deiner Kraft hat der heilige Maximilian Maria Kolbe die Qualen des Martyriums ausgehalten

und sein Leben für den Bruder in Christus hingegeben.

Sieh auf unsere Schwachheit und gib uns die Kraft,

deine Wahrheit und deine Liebe

in unserem Leben und Sterben zu bezeugen: Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,

der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.


Amen.


Lesung

Weish 3, 1-9


Gott hat die Gerechten angenommen als ein vollgültiges Opfer


Lesung aus dem Buch der Weisheit

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual kann sie berühren.

In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück,

ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden.

In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit.

Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen große Wohltat.

Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig.

Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt und sie angenommen als ein vollgültiges Opfer.

Beim Endgericht werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen.

Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen, und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.

Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe.

Denn Gnade und Erbarmen wird seinen Erwählten zuteil.

Beim Endgericht werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen.

Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen, und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.

Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe.

Denn Gnade und Erbarmen wird seinen Erwählten zuteil.

Wort des lebendigen Gottes!

Dank sei Gott!


ANTWORTPSALM

Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6 (R: 5)

R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel

ernten. - R

(GL neu 443)

1 Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions

wendete,

da waren wir alle wie Träumende.

2ab Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. - (R)

2cd Da sagte man unter den andern Völkern:

„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“

  1. Ja, Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir fröhlich. - (R)

  2. Wende doch, Herr, unser Geschick,

  3. Die mit Tränen säen,

  4. Sie gehen hin unter Tränen

wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südlan

werden mit Jubel ernten. - (R)

und tragen den Samen zur Aussaat.

Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein. - R

I. Ton


d.


RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Joh 15, 15b

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:)

Ich habe euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt,

was ich gehört habe von meinem Vater. Halleluja. Halleluja.

Ich habe euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt,

was ich gehört habe von meinem Vater. Halleluja. Halleluja.


Evangelium


Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes


Joh 15, 9-17 ICH NENNE EUCH NICHT MEHR KNECHTE; VIELMEHR HABE ICH EUCH FREUNDE GENANNT


In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!

Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

Das ist mein Gebot:

Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe,

als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte;

denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt,

was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt,

sondern ich habe euch erwählt

und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.

Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf:

Liebt einander!

und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.

Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf:

Liebt einander!


Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus! Lob sei dir, Christus.


Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

„Liebt einander!“ –

Was lösen diese beiden Worte aus?

Um die Tiefe dieser Aufforderung zu erkennen

scheint der Blick auf Jesus, der diese Worte spricht, hilfreich. Seine Liebe zeigt sich in der Hingabe bis zu seinem Tod.

Dieses Liebeszeugnis hat seinen Ursprung in der Verantwortung und Solidarität, die er den Menschen damit zeigt.

Seine Liebe lässt den Menschen aufatmen,

seine Hingabe bis ans Kreuz stärkt das Vertrauen, dass Gott alle Wege mitgeht.

Geschenkte Liebe, die in dieser Verantwortung und Solidarität gelebt wird, hat viele Gesichter:

Hoffnung machen; Leid und Trauer teilen; den Mitmenschen aushalten;

einem anderen in Treue verbunden bleiben; sich zur Gemeinschaft der Kirche bekennen; von Gottes unbedingter Liebe zu erzählen;

jemanden zu seinem unangenehmen Termin zu begleiten … Überall, wo die Angst schwindet und neue Zukunft aufscheint, da zeigt sich jene Frucht aus geschenkter Liebe,

die untrennbar zu seinen Jüngern gehört.

Johannes Schreier

Glaubensbekenntnis GL 3. 4.

Lied GL 354


Gebet --

Selig, die bei dir wohnen, Herr, die dich loben allezeit.


Herr Jesus Christus,

Du hast dir ein Volk berufen aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen.

Niemand kann sie zählen.


Die Gerechten des Alten Bundes,

denen sich der lebendige Gott geoffenbart hat und die uns im Glauben vorangegangen sind.


Die Propheten und Schriftgelehrten,

die das göttliche Wort bewahrt und uns überliefert haben.


Die Frommen Israels an der Schwelle des Neuen Bundes, die den Verheißungen geglaubt und dich erwartet haben.


Die Apostel und Evangelisten,

auf deren Botschaft die Kirche gegründet ist.


Die Frauen und Männer, die dir begegnet sind, die du geheilt hast,

die dir geglaubt haben

und die dir nachgefolgt sind.


Die bekannten und unbekannten Christen aller Zeiten, die ihre Treue zu dir mit dem Leben bezahlt haben.

Unsere Schwestern und Brüder,

die standhaft geblieben sind in der Bedrängnis,

in Not, in Angst, unter Misshandlungen in Gefängnissen und Lagern,

bei Verfolgungen und unter schwerer Arbeit, und die ihren Peinigern vergeben haben.


Die Vielen,

die bei übler Nachrede und Schmähung in dir gegründet blieben, die fröhlich in der Drangsal waren

und in ihrer Armut andere beschenkt haben.


Die zahllosen Gläubigen,

die zur Freiheit der Kinder Gottes gelangt sind,

die vor uns Liturgie gefeiert und die Sakramente empfangen haben

und in deren Schwachheit

sich Gottes Gnade als Kraftquelle erwiesen hat.


Die Ungenannten und Unbekannten,

die mit ihrem Beten und Arbeiten in der Verborgenheit den Boden bereitet haben,

der die Kirche heute trägt,

und in den wir unseren Glauben, unsere Hoffnung und unsere Liebe hineingeben.


Jene Menschen,

die dich überall und zu allen Zeiten mit lauterem Herzen suchen, die nach dem Anruf ihres Gewissens leben,

auch wenn sie dir nie begegnet sind

oder deine Botschaft in verzerrter Form kennengelernt haben.


Selig, die bei dir wohnen, Herr, die dich loben allezeit.

Herr, unser Gott,

du hast alle Menschen in deine Gemeinschaft eingeladen, du rufst sie aus allen Völkern und Stämmen,

aus allen Sprachen und Kulturen,

aus allen Zeiten der Geschichte in deine Kirche. Die uns vorausgegangen sind,

hast du vollendet.

Wir, die wir heute leben,

sind unterwegs in der Hoffnung,

dass wir zu der großen Schar gehören, die niemand zählen kann.

Vereint mit denen,

die vor uns zu deiner Kirche gehörten,

und für diejenigen, die nach uns kommen werden, rufen wir:

Lobpreis und Herrlichkeit, Weisheit und Dank,

Ehre und Macht und Stärke dir, unserem Gott, in Ewigkeit. Amen.


T: nach Ps 84,5 M: Michael Müller

© Christophorus im Verlag Herder, Freiburg


Fürbitten

Wir beten zu Gott, der das Herz des heiligen Maximilian Kolbe mit seiner Gnade erfüllt hat, und bitten ihn:


Für alle, die den Glauben verkünden:

Erfülle sie mit Glaubensfreude und missionarischem Eifer.

Du unser Vater:

Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle Christen:

Schenke ihnen ein Herz, das versucht, dich in allem zu lieben.

Du unser Vater:

Wir bitten dich, erhöre uns.


Für alle Menschen, die in einer Beziehung leben:

Bewahre ihnen einen guten Blick für die Schönheit des Miteinanders.

Du unser Vater:

Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle Paare, deren Ehe gescheitert ist:

Sei ihnen in ihrer Enttäuschung nahe und führe sie neue Wege zurück ins Leben.

Du unser Vater:

Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle Opfer politischer Systeme:

Lass sie bei dir Gerechtigkeit und Wiedergutmachung erfahren.

Du unser Vater:

Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle die uns am Herzen liegen, für alle Kranken und Leidenden,

für alle um die wir uns Sorgen machen, und für alle, die uns Gutes tun.

Du unser Vater:

Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle Verstorbenen:

Lass sie ewig leben in deiner Herrlichkeit.

Du unser Vater:

Wir bitten dich, erhöre uns.


Herr, unser Gott, der heilige Maximilian Kolbe hat aus Liebe sein Leben für den Nächsten gegeben.

Für sein Glaubenszeugnis danken wir dir durch Christus, unseren Herrn.

A.: Amen.


Vaterunser

Gott hat sich in seinem Sohn Jesus Christus der Welt offenbart Und uns sein Angesicht der Liebe und des Erbarmens gezeigt. Mir den Worten Jesu dürfen wir beten

Vater unser im Himmel… Denn dein ist das Reich… Friedenszeichen

In einer Welt von Gier, Hass und Gewalt verheißt Gott den Frieden;

denn bei ihm ist alles möglich. Deshalb bitten wir:

Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden sondern auf den Glauben deiner Kirche

und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.


Der Friede des Herrn sei mit uns allezeit und in Ewigkeit! Amen!

Lied GL 460 (Wer leben will wie Gott) Impuls

Sprich du das Wort, das tröstet und befreit

Und das mich führt in deinen großen Frieden. Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt, und lass mich unter deinen Kindern leben.

Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst. Du bist mein Atem wenn ich zu dir bete.

Huub Osterhuis Übertragung: Lothar Zenetti (GL 422,3)


Schlussgebet


Lasset uns beten: Herr, unser Gott, du hast gewollt,

dass sich das Bild deines Sohnes auspräge im Wesen der Getauften,

die du zu deinem Tisch geladen hast. Ermutige uns, dem Evangelium zu folgen und deinem Heiligen Geist Raum zu geben, durch Jesus Christus, unseren Herrn.


Segensbitte

Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns tröstet in jeder Not, segne uns

und lenke unsere Tage in seinem Frieden.

Er bewahre uns vor aller Verwirrung

und festige unsere Herzen in seiner Liebe.

In diesem Leben mache er uns reich an guten Werken; und im künftigen sei er selbst unser unvergänglicher Lohn.


Das gewähre uns der dreieinige, gute und treue Gott, der Vater

und der Sohn +

und der Heilige Geist. Amen.

Entlassung

L.: Gehen wir hin, wir sind gesendet. Gehen wir hin und schaffen Frieden. A.: Dank sei Gott dem Herrn.


Schlusslied

Lied GL 526 (Alle Tage sing und sage)


Ich danke ihnen für ihr Mitbeten. und wünsche ihnen eine gute Zeit und Gottes Segen.


Ihr

Johannes Schreier