Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

 

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

Nr.: 215

19.04.2024

von Johannes Schreier

Text:

Schott Messbuch,

Laacher Messbuch,

Liturgie KONKRET, Stefan Essig

Johannes Schreier

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

in unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.

 

19. April 2024

Freitag der 3. Osterwoche / g  Leo IX. /
g  Marcel Callo

L Apg 9,1–20; Ev Joh 6,52–59 (Lekt. IV, 304)

Lied  GL 328 (Gelobt sei Gott)

 

Kreuzzeichen

Das Kreuz ist ein Zeichen der Hoffnung,
weil es kein Zeichen des Todes mehr ist.
Wir stellen uns unter dieses Zeichen:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!

 

Amen!

 

Einführung

Wer vom Saulus zum Paulus wird, hat in der Regel eine große innere Wandlung durchgemacht.

Ich bin mir fast sicher, dass es in Ihrem Leben auch schon Erlebnisse gab, bei welchen Sie im Nachhinein sagten:

„Es ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen.“

Vermutlich hat es auch im Leben der Tagesheiligen besondere Erlebnisse gegeben.

Auf jeden Fall haben sie sich zu Jesus Christus bekannt.

So hat der heilige Papst Leo IX. durch Reformen und Synoden die Kirche auf den Weg Jesu verwiesen,

der selige Marcel Callo stand so stark zu seinen Überzeugungen,

dass er als Märtyrer der christlichen Arbeiterjugend im Konzentrationslager gestorben ist.

Öffnen wir uns Jesus, der uns immer wieder neu die Augen öffnen möchte.

 

 Christusrufe

Herr, Jesus Christus, du bist gekommen, zu heilen, was verwundet ist.

Herr, erbarme dich.

Du rufst alle Menschen, dir zu folgen.

Christus, erbarme dich.

Du erbarmst dich aller, die ihre Schuld bekennen.

Herr, erbarme dich.

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

 

Tagesgebet

 

Allmächtiger Gott,

wir glauben und bekennen,

dass unser Herr Jesus Christus

für uns gestorben und auferstanden ist.

Erwecke auch uns

durch die Kraft des Heiligen Geistes zum neuen Leben.

Darum bitten wir durch ihn,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.      Amen.

 

 

Lesung

                                        Apg 9, 1-20

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

wütete Saulus immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester

und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus,

um die Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen,

die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen.

Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte,

geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.

Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte:

Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

Er antwortete: Wer bist du, Herr?

Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.

Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.

Seine Begleiter standen sprachlos da;

sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand.

Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts.

Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein.

Und er war drei Tage blind, und er aß nicht und trank nicht.

In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias.

Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: Hananias!

Er antwortete: Hier bin ich, Herr.

Der Herr sagte zu ihm: Steh auf und geh zur so genannten Geraden Straße, und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus.

Er betet gerade und hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias hereinkommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht.

Hananias antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört,

wie viel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat.

Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu verhaften, die deinen Namen anrufen.

Der Herr aber sprach zu ihm: Geh nur!

Denn dieser Mann ist mein auserwähltes Werkzeug:

Er soll meinen Namen vor Völker und Könige und die Söhne Israels tragen.

Ich werde ihm auch zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss.

Da ging Hananias hin und trat in das Haus ein;

er legte Saulus die Hände auf und sagte:

Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist;

du sollst wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.

Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er sah wieder;

er stand auf und ließ sich taufen.

Und nachdem er etwas gegessen hatte, kam er wieder zu Kräften. Einige Tage blieb er bei den Jüngern in Damaskus;

und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte:

Er ist der Sohn Gottes.

Wort des lebendigen Gottes!

 

 

 

Antwortpsalm

. 3a)

Ps 117 (116), 1.2 (R: vgl. Mk16, 15)

 

          R Geht hinaus in die ganze Welt,

(GL neu 454)

 

          und verkündet allen das Evangelium! - R

          Oder:

          R Halleluja. - R

 

       Lobet den Herrn, alle Völker,

VI. Ton

          preist ihn, alle Nationen! - (R)

2        Denn mächtig waltet über uns seine Huld,

          die Treue des Herrn währt in Ewigkeit. - R
            

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: Mt 4, 1

 


Vers: Ez 18, 31

 

Vers: Joh 6, 56

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,

der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.

Halleluja.

 

 

 

Evangelium

                                                                    

                                  Joh 6, 52-59

 Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

In jener Zeit

stritten sich die Juden und sagten:

Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch:

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst

und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben,

und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise,

und mein Blut ist wirklich ein Trank.

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir,

und ich bleibe in ihm.

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat

und wie ich durch den Vater lebe,

so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.

Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben.

Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!

 

 

Zu den Schriftlesungen

 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Das Entscheidende an der Bekehrung des Paulus sind eigentlich nicht die außergewöhnlichen Ereignisse.

Das Entscheidende ist, dass Saulus dem Auferstandenen begegnet.

Aus dieser Begegnung heraus kann es Saulus zulassen,

dass sich sein Leben um 180 Grad dreht.

Aus dem Verfolger wird ein glühender Verfechter des neuen Weges.

Auch wir dürfen uns Gott immer wieder annähern.

Dies im Wissen, dass wir ihn nie ganz werden begreifen können.

Aber manchmal können wir ihn zumindest erahnen

und manchmal begegnet er uns!

Sehr oft merkt man nicht, dass einem Gott begegnet oder begegnet ist,

aber manchmal wird einem ein Damaskus-Erlebnis geschenkt,

und es fällt einem wie Schuppen von den Augen,

so dass man spürt: --- Er ist da!---

Wenn wir uns an solche Erlebnisse erinnern,

dann gibt uns das Kraft für unser Leben.

 

Gebet  --

            Zum Leben befreit  

            Gebet für die Zeit im Jahreskreis

 

            Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein      

            Bund.

            Herr Jesus Christus, du kennst uns

            und unsere Sehnsucht nach Liebe.

            Du kennst uns

            und unsere Suche nach Verständnis.

            Du kennst uns

            und unser Sehnen nach Geborgenheit.

            Du kennst uns

            und unseren Hunger nach Anerkennung.

 

           Du kennst uns

           und unseren Durst nach Leben.

 

           Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein            

           Bund.

           Jesus Christus, du gibst uns Zuflucht und Halt

           in Angst und Einsamkeit.

           Du gibst Zuflucht und Halt

           in Dunkelheit und Trauer.

           Du gibst Zuflucht und Halt

           in Missachtung und Ablehnung.

           Du gibst Zuflucht und Halt

           in Not und Ratlosigkeit.

           Du gibst Zuflucht und Halt

           in Bedrängnis und Schuld.

 

          Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein            

          Bund.

 

         Jesus Christus, du schenkst Vergebung und

         Zukunft und weckst Verständnis füreinander.

         Du schenkst Vergebung und Zukunft

         und nimmst die Angst voreinander.

         Du schenkst Vergebung und Zukunft

         und führst auf Wege zueinander.

         Du schenkst Vergebung und Zukunft

         und lehrst das Hören aufeinander.

         Du schenkst Vergebung und Zukunft

         und befreist zu einem neuen Leben miteinander.

 

         Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein            

         Bund.

 

 

 

Fürbitten

Es gibt Tage, da sind wir blind,

und es gibt Tage, da geht auch uns ein Licht auf

und wir erkennen Gottes Liebe.

In unseren Dunkelheiten kommen wir zu Gott und legen unsere Bitten vor ihn hin.

Wir bitten für alle christlichen Gemeinden auf der Welt in ihrem Ringen um einen guten Glauben.

Gott, du unser Licht: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Wir bitten für unsere Kirche, damit Gesetze nicht wichtiger sind als die Not von Menschen.

Gott, du unser Licht: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Wir bitten für alle, die gläubige Menschen gering schätzen und verfolgen.

Gott, du unser Licht: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Wir bitten für alle, die unter religiöser Verfolgung zu leiden haben,

dass sie immer wieder neu im Glauben gestärkt werden.

Gott, du unser Licht: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Guter Gott, du umfängst alle Menschen mit deiner Großherzigkeit. Auf diese Liebe vertrauen wir alle Tage unseres Lebens.

 

 

Amen.

 

Vaterunser

 

Vater unser im Himmel…

 

Denn dein ist das Reich…

 

Friedenszeichen

Der auferstandene Herr hat uns Frieden zugesprochen.
Deshalb gilt auch für uns die Aufforderung:
In euren Herzen herrsche der Friede Christi,
dazu sind wir berufen als Glieder eines Leibes.

Der Friede des Herrn sei mit uns allezeit und in Ewigkeit!

Amen!

 

 

 

Wort auf den Weg

Die letzten beiden Sätze der Lesung waren:

Einige Tage blieb er bei den Jüngern in Damaskus;

und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte:

Er ist der Sohn Gottes.

Wir durften diesem Jesus in seinem Wort begegnen.

Gehen wir nun hinaus und seien wir offen

für die Begegnung mit ihm in den anderen Menschen.

 

Schlussgebet

Barmherziger Gott,

Wir haben in dieser Feier dein Wort gehört,

helfe uns, dass wir

in der Liebe zu dir und unseren Schwestern und Brüdern

Christus nachfolgen,

der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Segensbitte

 

Der allmächtige Gott hat uns durch die Auferstehung
seines Sohnes aus Sünde und Tod befreit:
Er segne uns und schenke uns seine Freude.

Und Christus, mit dem wir auferstanden sind
durch den Glauben,
bewahre in uns die Gabe der Erlösung.

Gott hat uns in der Taufe angenommen
als Kinder seiner Gnade.
Er schenke uns das verheißene Erbe.

Das gewähre uns der dreieinige, gute und treue Gott,
der Vater
und der Sohn 
und der Heilige Geist.
Amen.

Entlassung

Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.

 

Lied GL 329

 

Danke für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

 

 

Ihr