Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

 

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

 

15.01.2021

von Johannes Schreier

Text:

Schott Messbuch,

Liturgie KONKRET,

Johannes Schreier

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

In unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.

 

 

15. Januar 2021

Freitag der 1. Woche im Jahreskreis

L Hebr 4,1–5.11; Ev Mk 2,1–12 (Lekt. V, 22)

 

 

Kreuzzeichen

 

Beginnen wir den Gottesdienst:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
Und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!

 

Amen!

 

Einführung

Wir befinden uns in der Mitte des ersten Monats im neuen Jahr. Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, was aus den Vorsätzen für dieses noch junge Jahr 2021 geworden ist. Manche Menschen haben sich wohl auch vorgenommen, in diesem Jahr im Glauben voranzukommen, Jesus näher zu kommen. Gut, dass wir jetzt um ihn versammelt sind und seine Nähe feiern. Machen wir unser Leben und dieses Jahr jetzt wieder an ihm fest.

 

Kyrie

Herr, Jesus, du bist der Weg, auf dem wir gehen.

Herr, erbarme dich.

Herr, Christus, du bist die Wahrheit, die wir glauben.

Christus, erbarme dich.

Herr, Jesus, du bist das Leben, das wir finden.

Herr, erbarme dich.

 

 

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

 

 

Tagesgebet

 

Lasset uns beten:

Gott, unser Vater,

alles Gute kommt allein von dir,

ohne dich vermögen wir nichts.

Erweise allen, die zu dir rufen, deine Liebe.

Halte fern, was uns schadet,

und gewähre, was uns zum Heile dient.

Darum bitten wir durch Jesus Christus,

deinen Sohn, unseren Herrn,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

 

Amen.

 

 

LESUNG

 

Hebr 4, 1-5.11

Bemühen wir uns, in jenes Land der Ruhe zu kommen

 

Lesung aus dem Hebräerbrief

Schwestern und Brüder!

Lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt, solange die Verheißung, in das Land seiner Ruhe zu kommen, noch gilt.

Denn uns ist die gleiche Freudenbotschaft verkündet worden wie jenen; doch hat ihnen das Wort, das sie hörten, nichts genützt, weil es sie nicht durch den Glauben mit den Hörern verband.

Denn wir, die wir gläubig geworden sind, kommen in das Land der Ruhe, wie er gesagt hat: Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen. Zwar waren die Werke seit der Erschaffung der Welt vollendet;

denn vom siebten Tag heißt es an einer Stelle: Und Gott ruhte am siebten Tag aus von all seinen Werken;

hier aber heißt es: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.

Bemühen wir uns also, in jenes Land der Ruhe zu kommen, damit niemand aufgrund des gleichen Ungehorsams zu Fall kommt.

Wort des lebendigen Gottes!

Dank sei Gott!

 

 

ANTWORTPSALM

 

Ps 78 (77), 3 u. 4cd.6c-7.8 (R: vgl. 7b)


          R Vergesst die Taten Gottes nicht! - R

(GL neu 631,3)


3        Was wir hörten und erfuhren,

 

IX. Ton

 

          was uns die Väter erzählten:

4cd    die ruhmreichen Taten und die Stärke des Herrn,

          die Wunder, die er getan hat. - (R)

6c      Sie sollten aufstehen und es weitergeben an ihre Kinder,

7        damit sie ihr Vertrauen auf Gott setzen,

          die Taten Gottes nicht vergessen

          und seine Gebote bewahren. - (R)

8        Sie sollten nicht werden wie ihre Väter,

          jenes Geschlecht voll Trotz und Empörung,

          das wankelmütige Geschlecht,

          dessen Geist nicht treu zu Gott hielt. - R

 

 

 

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

 

Vers: vgl. Lk 7, 16

 

Halleluja. Halleluja.

Ein großer Prophet trat unter uns auf:

Gott nahm sich seines Volkes an.

Halleluja.

 

 

Evangelium

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Ehre sei dir o Herr

 

 

EVANGELIUM

 

Mk 2, 1-12

 

 

Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er wieder zu Hause war.

Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort.

Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen.

Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab.

Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!

Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen:

Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?

Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen?

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?

Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten:

Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!

Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

 

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!

Lob sei dir, Christus.

 

 

Auslegung / Deutung /  Glaubenszeugnis

 

 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Im seinem Lied „Freunde“ aus dem Musical „Tabaluga“ besingt Peter Maffay, was einen wahren Freund, eine wahre Freundin auszeichnet. Immer wieder heißt es dort im Kehrvers: „Dafür sind Freunde da“ – wenn es dir gut geht oder schlecht, wenn du traurig bist oder sehr glücklich … gut, wenn man wahre Freunde hat, die als Begleiter mit mir auf dem Weg sind, und die mich tragen, wenn ich selber nicht mehr vorwärtskomme.

Solche Freunde hat auch der Gelähmte heute im Evangelium. Sie tragen ihn zu Jesus, sie lassen sich dazu etwas einfallen, weil ihnen der direkte Weg versperrt ist. Sie finden eine Möglichkeit, um diesen kranken Menschen mit Jesus in Kontakt zu bringen. Ihr Mut und ihr Einfallsreichtum werden belohnt.

Auch in unserer Zeit braucht es solche Menschen, die Ideen hervorbringen und kreativ neue Wege suchen, um einen Zugang zu Jesus herzustellen. Es braucht Menschen, die, wenn es sein muss, andere zu Jesus „tragen“: „Freunde im Glauben“ braucht es!

 

Predigtlied  GL  793     inst

 

Gebet für die Weihnachtszeit

 

 

Im Anfang war das Wort,

         und das Wort war bei Gott,

         und das Wort war Gott.

         Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter
         uns gewohnt.

 

 

         Gott bei den Menschen:

         bescheiden,

         klein,

         menschlich,

         unerkannt,

         nahe.

         Gott mit Hand und Fuß,

         Gott, ein Du.

 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter
         uns gewohnt.

 

 Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet,        

kam in die Welt.

         Licht kam zur Welt.

         Licht in tiefster Nacht,

         Licht in Elend und Not,

         Licht in den Augen von Kindern,

         Licht in den Herzen,

         Licht füreinander,

         Licht für die Völker,

         Licht am Ende der Zeit.

 Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet,        

kam in die Welt.

 

 Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen,

Gnade über Gnade.

         Gott ist gnädig.

         Er ist uns zugewandt,

         wohlgesinnt,

         zärtlich.

         Gott bringt Hilfe,

         Leben in allen Farben,

         Barmherzigkeit und Wahrheit.

         Er spricht das letzte Wort.

         Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen,

Gnade über Gnade.

 

Und allen, die ihn aufnahmen, gab er Macht,
         Kinder Gottes zu werden.

         Ihm sei Ehre und Lobpreis in Ewigkeit.

         Amen.

 

 

Fürbitten

Zu Christus, der Menschen in seine Nähe ruft, beten wir:

Für alle Verantwortungsträger in Kirche und Welt:

um ein weises Herz und einen Blick für das Wohl der Menschen.

Herr, höre uns.

 

Für alle Suchenden im Glauben: um Freunde, die ihnen Stütze und Helfer sind.

Herr, höre uns.

 

Für alle, die im Glauben lahm geworden sind:

um ergreifende und mitreißende Begegnungen, die das Feuer der Nachfolge wieder neu entfachen.

Herr, höre uns.

 

Für alle, die fern der Heimat neu anfangen müssen:

um gute Wegbegleiter, die ihr Schicksal mittragen.

Herr, höre uns.

 

Für alle unsere Verstorbenen: um die ewige Freude im Reich des Vaters.

Herr, höre uns.

 

Herr Jesus, du bist der Freund der Menschen,

die Hilfe der Schwachen, die Kraft der Wankenden.

Ehre sei dir mit dem Vater und dem Geist in alle Ewigkeit.

Amen.

 

 

 

Vaterunser

Lasst uns zusammen so beten wie es uns Jesus Christus gelehrt hat.

Vater unser im Himmel…

 

L.: Erlöse uns allmächtiger Vater…

 

Denn dein ist das Reich…

 

 

Friedenszeichen

Der auferstandene Herr hat uns Frieden zugesprochen.
Deshalb gilt auch für uns die Aufforderung:
In euren Herzen herrsche der Friede Christi,
dazu sind wir berufen als Glieder eines Leibes.

Der Friede des Herrn allezeit sei mit uns.

Amen!

 

 

Lied GL  216      

 

 

 

Impuls

„Freunde im Glauben“ stärken sich gegenseitig,

beten gemeinsam und füreinander,

bringen Menschen zu Gott, zu Christus. –

„Dafür sind Freunde da!“

 

 

Schlussgebet

 

Allmächtiger Gott,

in dieser Feier

hast du uns an deinem göttlichen Leben Anteil.

geschenkt.

Lass uns niemals von dir getrennt werden,

sondern bewahre uns in deiner Liebe

durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Segensbitte

 Der Herr segne uns und behüte uns;
der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten
und sei uns gnädig;
er wende uns sein Antlitz zu
und schenke uns seinen Frieden.

Das gewähre uns der dreieinige gütige und treue Gott,
der Vater und der Sohn
und der Heilige Geist.

 

Amen.

                  

 

 

Entlassung

Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.

 

 

 

Danke für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

 

 

Ihr

 

Johannes Schreier