Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!


von Johannes Schreier

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

In unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Auch wenn wir nun, Gott sei Dank, in unserer Pfarrgemeinde wieder in allen Orten die Hl. Messe Feiern können, möchte ich mein Angebot,  freitags für sie eine kleine Wortgottesfeier auf der WEB-Seite bereitzustellen, fortsetzen. Ihre vielen positiven Rückmeldungen bestärken mich in meinem Handeln und ich freue mich darauf, ihnen auch zukünftig eine Wortgottesfeier mit den tagesaktuellen Liturgietexten auf diesem Wege zu übermitteln. Bietet sich so doch auch in der Zukunft die Möglichkeit zwar räumlich getrennt, aber im Glauben vereint auch für sich allein mit Gott ins Gespräch zu kommen und Gottesdienst zu feiern. Ich wünsche ihnen beim Feiern dieses kleinen Gottesdienstes viel Freude und Gottes Nähe und Gottes reichen Segen.

Ihr

Johannes Schreier

 

 

Unten auf der Webseite finden Sie die Wortgottesfeier auch als PDF zum Download.

 

Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

 

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

 

29.05.2020

von Johannes Schreier

Texthilfe:

Schott Messbuch, Liturgie KONKRET: Konrad Bayerle

 

 

29. Mai 2020

Freitag der 7. Osterwoche / g  Paul VI.

L Apg 25,13–21; Ev Joh 21,1.15–19 (Lekt. V, 372)


 

 

Einzug:
Lied: GL 461,1–2 (Mir nach, spricht Christus)

 

 

 

Kreuzzeichen

 

Wir beginnen den Gottesdienst:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
Und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!

 

Amen!

 

 

Liturgischer Gruß / Einführung

Einführung

Im heutigen Evangeliumsabschnitt  hören wir,

wie Jesus seinem Jünger Petrus drei Mal dieselbe Frage stellt:

„Liebst du mich?“ – Und Petrus bejaht sie dreimal.

Jesus beruft ihn zum Hirten seiner Herde:

„Weide meine Lämmer.“

Wir gedenken heute auch eines heiligen Papstes, Pauls VI.,

der diesen Ruf wie einst Petrus angenommen

und als Nachfolger Johannes’ XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil

mit großer Entschlossenheit fortgeführt hat.

Aber auch wir sind in die Nachfolge Jesu gerufen.

Was heißt das für unser Leben, unser Handeln?

 

ERÖFFNUNGSVERS (Offb. 1, 5-6)

Christus liebt uns

und hat uns durch sein Blut befreit von unseren Sünden;

er hat uns die Würde von Königen gegeben

und uns zu Priestern gemacht

für den Dienst vor seinem Gott und Vater. Halleluja.

 

 

Kyrie

Christusrufe       

Herr, Jesus Christus, du schenkst uns deine Liebe.                                                         Herr, erbarme dich.

Herr, Jesus Christus, du setzt in uns dein Vertrauen.                                                      Christus, erbarme dich.

Herr, Jesus Christus, dein Leben ist Richtschnur für unser Handeln.

                            Herr, erbarme dich.

oder

GL 164 (Der in seinem Wort uns hält)

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

Tagesgebet

Lasset uns beten:

Allmächtiger Gott,

du hast deinen Sohn erhöht

und den Heiligen Geist gesandt,

um uns zum ewigen Leben zu führen.

Gib, dass wir durch den Empfang

dieser großen Gabe im Glauben wachsen

und dir aus ganzem Herzen dienen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus,

deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (MB 197)

Amen.


Lesung (Apg 25, 13-21)

Jesus, der gestorben ist, von dem Paulus aber behauptet, er lebe

 

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

trafen König Agrippa und Berenike in Cäsarea ein,
um Festus ihre Aufwartung zu machen.

Sie blieben mehrere Tage dort.
Da trug Festus dem König den Fall des Paulus vor und sagte:
Von Felix ist ein Mann als Gefangener zurückgelassen worden,

gegen den die Hohenpriester und die Ältesten der Juden,
als ich in Jerusalem war, vorstellig wurden.
Sie forderten seine Verurteilung,

ich aber erwiderte ihnen,
es sei bei den Römern nicht üblich, einen Menschen auszuliefern, bevor nicht der Angeklagte den Anklägern gegenübergestellt sei
und Gelegenheit erhalten habe,
sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen.

Als sie dann zusammen hierher kamen,
setzte ich mich gleich am nächsten Tag auf den Richterstuhl
und ließ den Mann vorführen.

Bei der Gegenüberstellung brachten die Kläger keine Anklage wegen solcher Verbrechen vor, die ich vermutet hatte;

sie führten nur einige Streitfragen gegen ihn ins Feld,
die ihre Religion und einen gewissen Jesus betreffen,
der gestorben ist, von dem Paulus aber behauptet, er lebe.

Da ich mich auf die Untersuchung dieser Dinge nicht verstand,
fragte ich, ob er nach Jerusalem gehen wolle,
um sich dort deswegen richten zu lassen.

Paulus jedoch legte Berufung ein;
er wollte bis zur Entscheidung der kaiserlichen Majestät in Haft bleiben.
Daher gab ich Befehl, ihn in Haft zu halten, bis ich ihn zum Kaiser schicken kann.

 

Wort des lebendigen Gottes!

Dank sei Gott!

 

Antwortpsalm(PS 103 (102), 1-2.11-12.19-20b (R: 19a)

R Der Herr hat seinen Thron errichtet im Himmel!  -R

ODER

R Halleluja. - R

 

1        Lobe den Herrn, meine Seele,                                                                VIII. Ton

          und alles in mir seinen heiligen Namen!

2        Lobe den Herrn, meine Seele,

          und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. - (R)

11      Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,

          so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.

12      So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,

          so weit entfernt er die Schuld von uns. - (R)

19      Der Herr hat seinen Thron errichtet im Himmel,

          seine königliche Macht beherrscht das All.

20ab  Lobt den Herrn, ihr seine Engel,

          ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken. - R

 

Ruf vor dem Evangelium (Vers: Joh 14, 26; GL 174   3)

Halleluja. Halleluja.

Der Heilige Geist wird euch alles lehren

und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Halleluja.

GL  174   3

 


Evangelium (Joh. 21, 1.15-19)

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

Weide meine Lämmer! Weide meine Schafe!

 

In jener Zeit 1offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal.

Es war am See von Tiberias,

und er offenbarte sich in folgender Weise.

Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus:

Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?

Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.

Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer!

Zum zweiten Mal fragte er ihn:

Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?

Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.

Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!

Zum dritten Mal fragte er ihn:

Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?

Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb?

Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe.

Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!

Amen, amen, das sage ich dir:

Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest.

Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.

Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde.

Nach diesen Worten sagte er zu ihm:

Folge mir nach!

 

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!

 

 

Auslegung / Deutung /  Glaubenszeugnis

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

„Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“

Diese Frage stellt Jesus Petrus im Anschluss an das gemeinsame Mahl, zu einer Zeit, in der man sich eher zur Ruhe bettet

oder vielleicht entspannt einen Spaziergang macht.

Jesus hingegen nutzt die Situation, dass sie beisammen sind,

um ihm eine zentrale Frage zu stellen.

„Liebst du mich mehr als diese?“ 

Was wird Petrus bei dieser Frage wohl durch den Kopf gegangen sein, bevor er Jesus eine Antwort gegeben hat?

Was würde uns da als Erstes durch den Kopf gehen?

Möge uns eine immer mehr wachsende Verbundenheit mit Jesus Christus immer mutiger werden lassen,

auf Jesus Frage immer uneingeschränkter „Ja“ sagen zu können.

 

Lied                      GL 358,1.6 (Ich will dich lieben)

 

Wechselgebet  --

Aus dem Geist Gottes leben

Wechselgebet für die Osterzeit und die Zeit im Jahreskreis

 

         Wir sind zur Freiheit berufen, die der Geist Gottes uns schenkt.

         Er will uns leiten und in uns wirken.

Sein Werk ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit,

         Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.   

         Ihn rufen wir an:

 

         Komm herab, o Heilger Geist,

         der die finstre Nacht zerreißt,

         strahle Licht in diese Welt.

 

         Heiliger Geist, locke uns zur Liebe,

         wenn Menschen leiden,

         wenn Angst uns blockiert,

         wenn Gleichgültigkeit uns beschleicht.

 

         Komm, der alle Armen liebt,

         komm, der gute Gaben gibt,

         komm, der jedes Herz erhellt.                        

 

          Heiliger Geist, schenke uns Freude

         in stillen Momenten,

         in guten Begegnungen,

         in versöhnlichen Gesprächen.

 

         Höchster Tröster in der Zeit,

         Gast, der Herz und Sinn erfreut,

         köstlich Labsal in der Not.   

 

         Heiliger Geist, befreie uns zum Frieden.

         Schenke uns ein offenes Herz,

         barmherziges Denken,

         gerechtes Handeln.

 

         In der Unrast schenkst du Ruh,

         hauchst in Hitze Kühlung zu,

         spendest Trost in Leid und Tod.            

 

         Heiliger Geist, gib uns Langmut,

         wenn Feindseligkeit uns bedroht,

         wenn Sorgen und Unsicherheit uns zermürben,

         wenn das Leben uns langweilig und fade wird.

 

         Komm, o du glückselig Licht,

         fülle Herz und Angesicht,

         dring bis auf der Seele Grund.                        

 

          Heiliger Geist, lass unter uns Freundlichkeit wachsen.

         Stärke die Fähigkeit, einander zu achten,

         einander wahrzunehmen und zuzuhören,

         sorgsam miteinander umzugehen.

 

         Ohne dein lebendig Wehn

         kann im Menschen nichts bestehn,

         kann nichts heil sein noch gesund.                

 

         Heiliger Geist, lass Güte unter uns walten.

         Gib uns die Kraft, einander ernst zu nehmen,

         einander Gutes zu tun,

         aneinander Interesse zu zeigen.

 

         Was befleckt ist, wasche rein,

         Dürrem gieße Leben ein,

         heile du, wo Krankheit quält.

 

         Heiliger Geist, lass uns Treue halten,             

 

         redlich miteinander umgehen,

         in Konflikten wahrhaftig bleiben

         und Ehrfurcht voreinander bewahren.

 

         Wärme du, was kalt und hart,

         löse, was in sich erstarrt,

         lenke, was den Weg verfehlt.                                   

 

         Heiliger Geist, lass uns Sanftmut üben,

         und gib dazu ein weites Herz,

         inneren Frieden,

         Demut und Gelassenheit.

 

         Gib dem Volk, das dir vertraut,

         das auf deine Hilfe baut,

         deine Gaben zum Geleit.                                 

 

         Heiliger Geist, lass uns Selbstbeherrschung lernen.

         Gib inneren Halt,

         Geborgenheit in dir,

         Liebe zu dir.

 

Lass es in der Zeit bestehn,

         deines Heils Vollendung sehn

         und der Freuden Ewigkeit.

         Amen.        Halleluja.                     

 

Fürbitten

Auf die Fürsprache des heiligen Papstes Paul bitten wir unsern Herrn Jesus Christus:

Für unseren Papst Franziskus, den Nachfolger des heiligen Petrus: Herr, schenke ihm Weisheit und Weitsicht, die Kirche in Liebe zu leiten.                                                        

Christus, höre uns.

 

Für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger:

Lass sie überzeugende Boten deines Evangeliums sein.

Christus, höre uns.

 

Für alle Christen, die sich mühen, ihr Leben nach deinem Wort in die Tat umzusetzen:

Lass sie durch Rückschläge nicht entmutigt werden.

Christus, höre uns.

 

Für alle Menschen, die noch nach dem Sinn ihres Lebens suchen: Stelle ihnen einfühlsame Mitmenschen zur Seite, die ihnen den richtigen Rat zur rechten Zeit geben.

Christus, höre uns.

 

Für unsere Verstorbenen, die in ihrem Leben auf deine Verheißungen gehofft haben:

Lass sie bei dir glücklich sein.

Christus, höre uns.

 

Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, in alle Ewigkeit

 

Amen.

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel!

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben

unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

und die Kraft

und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

 

Friedenszeichen

L Herr Jesus Christus, du bist unser Friede und
unsere Versöhnung.
Stifte durch deinen Geist Frieden unter uns Menschen.
Schaue nicht auf unsere Schuld und unser Versagen,
sondern schaue auf den Glauben deiner Kirche
und schenke ihr und uns Frieden und Heil.

 Der Friede des Herrn sei allezeit mit uns!

 

Impuls

„BEJAHTE ENDLICHKEIT  

 ist das Ja dazu, geführt zu werden,

wohin man nicht weiß und will,  

Wanderung, Reifen von Anruf zu Anruf,

Lernen des eigenen Namens“

(Jörg Splett).

 

Schlussgebet

Lasset uns beten:

Gütiger Gott,

durch die Teilnahme an der heiligen Feier

tilge du unsere Schuld

und gib uns Nahrung

auf dem Weg unserer Pilgerschaft.

Lass uns in der Kraft dieser Speise

zum ewigen Leben gelangen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Danke ihnen für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

 


Segensbitte

Gehen wir unter des allmächtigen Gottes Schirm und Schutz,
er bewahre uns vor Unglück und Streit,
dass kein Schatten auf unser Leben fällt
und wir bewahrt bleiben an Leib und Seele.

 

Gott schenke uns die Fähigkeit der Ruhe,
ein Herz dem Unrast fremd ist,
und Zeit, einzukehren bei anderen
und bei uns selbst.

 

Gott mache unsere Herzen froh
und unsere Schritte fest,
er lasse uns willkommen sein,
wo immer wir hingehen
und gebe uns immer wieder Gelegenheit zum Staunen.

 

Gott führe uns sicher heim
und schenke uns ein fröhliches Wiedersehen.

 

Das gewähre uns der dreieinige, gute und treue Gott,

 

der Vater
und der Sohn +
Und der Heilige Geist.

 

Amen.

 

 

Entlassung

 

 

Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.

GL 525   1-4

 

Ihr

Johannes Schreier