WGF_201016

Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

16.10.2020

von Johannes Schreier

Texthilfe:

Schott Messbuch, Liturgie KONKRET, Guido Fuchs


Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

In unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus oder auch draußen im Garten. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.


16. Oktober 2020

Freitag der 28. Woche im Jahreskreis

L Eph 1,11–14; Ev Lk 12,1–7 (Lekt. VI, 311)


Lied GL 435,1–2 (Herr, ich bin dein Eigentum)


Kreuzzeichen

Beginnen wir den Gottesdienst:

Im Namen des Vaters und des Sohnes

und des Heiligen Geistes. Amen.


Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters

Und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns, jetzt und allezeit!

Amen! Einführung

Jemandes Eigentum zu sein, kann man sich heute kaum mehr

vorstellen. In der Vergangenheit war dies öfter der Fall. Es klingt nach Dienst, ja nach Sklavenhaltung. Der selbstbestimmte Mensch von heute strebt nach Freiheit.

In der Lesung hören wir heute die Fortsetzung des großen Lobpreises Gottes, mit dem der Epheserbrief des Apostels Paulus anhebt. Es ist auch ein lobpreisender Dank für die Sorge, die Gott uns Menschen angedeihen lässt. Er endet mit der Verheißung des Erbes, das wir erhalten sollen, die Erlösung, „durch die wir Gottes Eigentum werden, zum Lob seiner Herrlichkeit“. Gottes Eigentum zu sein, bedeutet keine Unterdrückung, sondern Freiheit und Hilfe.


Kyrie

Herr Jesus Christus, du rufst jeden von uns in deine Nachfolge. Herr, erbarme dich unser.


Herr Jesus Christus, du zeigst uns die Güte des Vaters Christus, erbarme dich unser.


Herr Jesus Christus, du schenkst allen Menschen den Lohn des ewigen Lebens.

Herr, erbarme dich unser.


Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet Lasset uns beten:

Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum

und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade.

Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (MB 213) Amen.


Lesung

ERSTE LESUNG

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus.


Schwestern und Brüder! Durch Christus sind wir als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt; wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt, die wir schon früher auf Christus gehofft haben. Durch ihn habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört, das Evangelium von eurer Rettung; durch ihn habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt. Der Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen, der Erlösung, durch die wir Gottes Eigentum werden, zum Lob seiner Herrlichkeit. Wort des lebendigen Gottes! Dank sei Gott!


ANTWORTPSALM

Ps 33 (32), 1-2.4-5.12-13 (R: vgl. 12b)

R Selig das Volk,

(GL neu 651, 5)

das der Herr sich zum Erbteil erwählt hat. - R

  1. Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn;

  2. Preist den Herrn mit der Zither,

für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.

spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe! - (R)

  1. Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, all sein Tun ist verlässlich.

  2. Er liebt Gerechtigkeit und Recht,

die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn. - (R)

  1. Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,

  2. Der Herr blickt herab vom Himmel, er sieht auf alle Menschen. - R

der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.

V. Ton


Evangelium


Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas



Lk 12, 1-7


In jener Zeit strömten Tausende von Menschen zusammen, so dass es ein gefährliches Gedränge gab.

Lk 12, 1-7


In jener Zeit strömten Tausende von Menschen zusammen, so dass es ein gefährliches Gedränge gab.

Jesus wandte sich zuerst an seine Jünger und sagte: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer,

das heißt vor der Heuchelei.

Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird,

und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.

Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören,

und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.

Euch aber, meinen Freunden, sage ich:

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können.

Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann,

sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten.

Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen.

Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht!

Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!


Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Bevor sich Jesus an die Menschenmenge wendet, spricht er mit seinen Jüngern.

Das Verhalten der Pharisäer gilt ihm wie so oft als schlechtes Beispiel

– und auch in diese Richtung lässt sich seine Mahnung verstehen:

„Alles, was ihr im Dunkeln redet, wird am hellen Tag hören,

und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert,

das wird man auf den Dächern verkünden.“

Hütet euch vor Falschheit, könnte man das übersetzen.

Aber vor allem zielt dieses Wort auf die Botschaft des Reiches Gottes,

die er ja den Aposteln anvertraut.

Wie es Jesus auch durch verschiedene Gleichnisse zeigt, bricht sich die Frohe Botschaft Bahn

und lässt sich nicht aufhalten.

Und doch bedarf sie der menschlichen Boten und Botinnen.

Sie –wir – sollen keine Furcht haben, die Botschaft zu verkünden. Wir sind allein Gott gegenüber Rechenschaft schuldig.


Lobpreis --

Kommt lasst uns den Herrn loben und preisen.

Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen. Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen.

Gott, unser Vater,

wir leben nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort,

aus deinem Munde.

Denn durch dein Wort

hast du die Welt erschaffen;

durch dein Wort hast du alles ins Leben gerufen.


Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen.


L Auf dein Wort hast du den Bund mit Israel gegründet.

Du hast Mose

das Wort deiner Treue anvertraut als Halt und Weisung für dein Volk, als Kraft und Stärke für dein Erbe.


Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen.


Du hast die Propheten berufen als Künder deiner Liebe.

Durch dein Wort mahnten sie das Volk zu Umkehr und Buße,

sagten an dein Gericht,

spendeten Trost in Not und Bedrängnis.


Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen.


Dein Wort hat Israels Sänger bewegt

und sie erfüllt mit dem Geist des Gebetes. Deine Weisheit haben sie bekundet,

uns gelehrt, deinen Namen zu preisen.


Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen.


In der Fülle der Zeiten

hast du deinen Sohn gesandt:

das ewige Wort am Herzen des Vaters. Gnade und Wahrheit kamen durch ihn. Geist und Leben sind seine Worte.

Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen. Um das Werk deines Sohnes zu vollenden,

hast du den Heiligen Geist ausgegossen,

damit er uns alles lehre und uns stärke

zum Zeugnis des Glaubens.


Dein Wort, o Herr, geleitet uns auf allen unsren Wegen.


Wir preisen dich für dein Wort und danken dir für dein Wirken. Ja, dir gebührt unser Lob,

dir unser rühmendes Lied:

Fürbitten

Gott ist unser Vater, ihm dürfen wir vertrauen, an ihn dürfen wir uns wenden in unseren Anliegen.

Wir beten für unsere Kirche um Offenheit und Gesprächsbereitschaft in den Fragen auf dem Weg in die Zukunft.


Du unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.


Für unser Land und unsere Gesellschaft, um mehr Miteinander und Füreinander im Kleinen wie im Großen.


Du unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.


Für die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen, die in ihrer Arbeit vor neuen und großen Herausforderungen stehen.


Du unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.


Für die kranken und alten Menschen, die in Heimen und Krankenhäusern unter den Besuchs-Einschränkungen wegen des Corona-Virus gelitten haben und noch leiden.


Du unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.


Für unsere Verstorbenen, an die wir denken, und die vielen, an die sich niemand mehr erinnert.


Du unser Vater: Wir bitten dich, erhöre uns.


Gott, wir sind dein Eigentum – höre auf unsere Bitten und erhöre sie durch Christus, unseren Bruder und Herrn.


Amen. Vaterunser

Wir heißen Kinder Gottes und sind es. Darum beten wir voll Vertrauen so wie es uns unser Bruder und Herr, Jesus Christus, gelehrt hat:


Vater unser im Himmel… Denn dein ist das Reich… Friedenszeichen

Herr Jesus Christus, du bist unser Friede und

unsere Versöhnung.

Stifte durch deinen Geist Frieden unter uns Menschen. Schaue nicht auf unsere Schuld und unser Versagen, sondern schaue auf den Glauben deiner Kirche

und schenke ihr und uns Frieden und Heil. Der Friede des Herrn sei allezeit mit uns!

Impuls

„Fürchtet euch nicht!“ Ein häufiges Wort Jesu, nicht nur im heutigen Evangelium. Ein Wort, das uns auch in den Alltag begleiten kann und das wir auch in schweren Situationen nicht vergessen sollen: Fürchtet euch nicht, ihr seid Gott wert und teuer.


Schlussgebet


Lasset uns beten: Herr, unser Gott,

befreie uns aus der Verwirrung des Alltags, schärfe unsere Sinne und gib uns waches Denken,

damit uns aufgeht, wo die Wurzeln unserer Nöte liegen. Lass uns dir in deinem Kreuz begegnen,

damit wir mit immer mehr Hoffnung

und in immer mehr Freiheit weiterleben können. Amen

Segensbitte

Der Herr segne uns und behüte uns;

der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig;

er wende uns sein Antlitz zu

und schenke uns seinen Frieden.


Das gewähre uns der dreieinige gütige und treue Gott, der Vater und der Sohn

und der Heilige Geist. Amen.

Entlassung

Gehen wir hin, wir sind gesendet. Gehen wir hin und schaffen Frieden. Dank sei Gott dem Herrn.


Schlusslied GL 440 (Hilf, Herr meines Lebens)


Danke für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.


Ihr


Johannes Schreier