Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen
Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!
Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen
Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!
Nr.: 341
11.09.2026
von Johannes Schreier
Text:
Schott Messbuch,
Laacher Messbuch,
Liturgie KONKRET, Agnes Maria Cho
Johannes Schreier
Liebe Mitchristinnen und Mitchristen
in unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!
Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.
Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.
Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.
11. September 2026
Freitag der 23. Woche im Jahreskreis
L 1 Kor 9,16–19.22b–27; Ev Lk 6,39–42 (Lekt. VI, 168)
Lied GL 140
Kreuzzeichen
Das Kreuz ist ein Zeichen der Hoffnung,
weil es kein Zeichen des Todes mehr ist.
Wir stellen uns unter dieses Zeichen:
Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen.
Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!
Amen!
Einführung
So sehr wir uns als Christen auch bemühen,
Jesus nachzufolgen und nach seinem Vorbild zu leben,
müssen wir doch erkennen,
dass wir die von ihm geforderte Nächstenliebe nicht immer so leben, wie wir sollten.
Bitten wir daher Jesus darum, uns ein barmherziges Herz zu schenken.
Seine Liebe soll sich wahrhaftig in unserem Leben widerspiegeln
und durch uns für andere sichtbar werden.
Christus-Rufe
Herr Jesus, du rufst uns zur Umkehr.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus, dein Erbarmen kennt keine Grenzen.
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus, du schenkst uns das Leben.
Herr, erbarme dich.
Vergebungsbitte
Der allmächtige Gott erbarme sich unser.
Er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.
Tagesgebet
Herr,Du kennst unser Elend:
Wir reden miteinander und verstehen uns nicht.
Wir schließen Verträge und vertragen uns nicht.
Wir sprechen vom Frieden und rüsten zum Krieg.
Zeig uns einen Ausweg.
Sende deinen Geist,
damit er den Kreis des Bösen durchbricht
und das Angesicht der Erde erneuert.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.
Lesung 1 Kor 9, 16–19.22b–27
Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.
Schwestern und Brüder!
Wenn ich das Evangelium verkünde,
gebührt mir deswegen kein Ruhm;
denn ein Zwang liegt auf mir.
Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!
Wäre es mein freier Entschluss, so erhielte ich Lohn.
Wenn es mir aber nicht freisteht,
so ist es ein Dienst, der mir anvertraut wurde.
Was ist nun mein Lohn?
Dass ich unentgeltlich verkünde
und so das Evangelium bringe
und keinen Gebrauch von meinem Anrecht
aus dem Evangelium mache.
Obwohl ich also von niemandem abhängig bin,
habe ich mich für alle zum Sklaven gemacht,
um möglichst viele zu gewinnen.
bAllen bin ich alles geworden,
um auf jeden Fall einige zu retten.
Alles aber tue ich um des Evangeliums willen,
um an seiner Verheißung teilzuhaben.
Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen,
aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt?
Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!
Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig enthaltsam;
jene tun dies, um einen vergänglichen,
wir aber, um einen unvergänglichen Siegeskranz zu gewinnen.
Darum laufe ich wie einer, der nicht ziellos läuft,
und kämpfe mit der Faust wie einer, der nicht in die Luft schlägt;
vielmehr züchtige und unterwerfe ich meinen Leib,
damit ich nicht anderen verkünde und selbst verworfen werde.
Wort des lebendigen Gottes!
ANTWORTPSALMPs 84 (83), 3.4.5–6.12–13 (Kv: vgl. 2)
Kv Wie lieb ist mir deine Wohnung, o Herr! – KvGL 653, 3, V. Ton
3Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht ∗
nach den Höfen des Herrn.
Mein Herz und mein Fleisch, ∗
sie jubeln dem lebendigen Gott entgegen. – (Kv)
4Auch der Sperling fand ein Haus ∗
und die Schwalbe ein Nest, wohin sie ihre Jungen gelegt hat –
deine Altäre, Herr der Heerscharen, ∗
mein Gott und mein König. – (Kv)
5Selig, die wohnen in deinem Haus, ∗
die dich allezeit loben.
6Selig die Menschen, die Kraft finden in dir, ∗
die Pilgerwege im Herzen haben. – (Kv)
12Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild. ∗
Der Herr schenkt Gnade und Herrlichkeit.
Nicht versagt er Gutes denen, die rechtschaffen wandeln. ∗
13Herr der Heerscharen, selig der Mensch,
der auf dich sein Vertrauen setzt! – Kv
RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 17, 17
Halleluja. Halleluja.
Dein Wort, o Herr, ist Wahrheit;
heilige uns in der Wahrheit!
Halleluja.
Evangelium Lk 6, 39–42
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit
sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern:
Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?
Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Ein Jünger steht nicht über dem Meister;
der aber, der alles gelernt hat,
wird wie sein Meister sein.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders,
aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen:
Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!,
während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst?
Du Heuchler!
Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge;
dann kannst du zusehen,
den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.
Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!
Zu den Schriftlesungen
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!
Wie schnell neigen wir dazu, die Fehler und Schwächen bei anderen zu sehen und zu kritisieren,
unsere eigenen Fehler aber kleinzureden,
zu verheimlichen oder zu entschuldigen.
Der Grund hierfür liegt vielleicht darin,
dass wir Angst davor haben,
den Respekt unserer Mitmenschen und unser Selbstwertgefühl zu verlieren,
wenn wir mit unseren eigenen Schattenseiten konfrontiert werden.
Dabei machen uns unsere Fehler nicht automatisch zu schlechten Menschen.
Vielmehr können wir durch sie in der Demut wachsen,
denn sie zeigen uns die Bereiche,
in denen wir uns um Besserung bemühen können.
Stolz und Selbstverurteilung hingegen bringen uns in unserem geistlichen Leben nicht weiter.
Sie machen uns eher blind und sind – wie Jesus sagt –
der Balken in unserem Auge,
der uns Dinge in uns und in anderen gar nicht oder nur verzerrt sehen lässt.
Wenn wir schon uns selbst nicht in Wahrheit anschauen können,
wie können wir dann meinen,
unseren Nächsten und die Gründe für sein Handeln beurteilen und ihn sogar korrigieren zu können?
Erst wenn wir eine Sensibilität für unsere eigenen Fehler entwickelt haben und an ihnen arbeiten,
können wir es wagen, andere vorsichtig und liebevoll auf deren Fehler aufmerksam zu machen.
Unser Tun sollte dabei von dem Bewusstsein getragen sein, dass Gott uns alle nicht erst dann liebt,
wenn wir fehlerlos sind,
sondern dass seine Liebe bedingungslos ist:
Er liebt uns vor aller Leistung
und trotz aller Schuld.
Gebet --
Gebet für die Österliche Bußzeit und die Zeit im Jahreskreis
Zur Gemeinschaft mit Gott berufen
Wie groß sind deine Werke, o Herr
Wo ich gehe — du.
Wo ich stehe — du.
Du Gott meines Lebens.
Du Gott unseres Lebens, du bist unter uns:
Im Miteinander-Reden,
im Aufeinander-Hören,
im Miteinander-Schweigen,
im Nacheinander-Fragen,
im Füreinander-Dasein.
Wie groß sind deine Werke, o Herr
In meinen Gedanken — du.
In meinen Werken — du.
Du Gott meines Lebens.
Du Gott unseres Lebens, du bist in uns:
Wenn wir einander lieben,
wenn wir aneinander leiden,
wenn wir füreinander einstehen,
wenn wir miteinander teilen,
wenn wir uns einander schenken.
Wie groß sind deine Werke, o Herr
Auf meinen Wegen — du.
Wo ich auch bin — du.
Du Gott meines Lebens.
Du Gott unseres Lebens, du gehst mit uns:
Wo wir herausgefordert sind,
wo wir zurückstecken müssen,
wo wir ringen um das, was recht ist,
wo wir nach deinem Willen fragen,
wo wir dein Reich suchen.
Wie groß sind deine Werke, o Herr
Fürbitten
Wir beten zu Christus, der unsere Hoffnung ist:
Schenke der Welt deinen Frieden.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Gib allen Christen Geduld und Nachsicht mit ihren Nächsten und bewahre sie davor, selbstgerecht zu urteilen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Schenke allen Menschen die Fähigkeit, auch sich selbst mit den eigenen Schwächen anzunehmen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Sei denen nahe, die verzweifelt sind und lass ihnen die Unterstützung zukommen, die sie brauchen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Wir bitten für alle Verstorbenen und für die, die heute noch vor dein Angesicht treten werden. Sei ihnen ein barmherziger
Richter.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Dir sei die Ehre mit dem Vater im Heiligen Geist – heute und in Ewigkeit.
Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel…
Denn dein ist das Reich…
Friedenszeichen
Gottes Verheißung gilt allen Menschen.
Trotz allem Krieg und allem Streit
will er uns alle zu Erben berufen.
Deshalb bitten wir:
Herr Jesus Christus, du bist unser Friede und
unsere Versöhnung.
Stifte durch deinen Geist Frieden unter uns Menschen.
Schaue nicht auf das, was uns auch wiederholt nicht gelingt,
sondern schaue auf den Glauben deiner Kirche
und schenke ihr und uns Frieden und Heil.
Der Friede des Herrn sei allezeit mit uns!
Wort auf den Weg
„Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.“ (Mt 5,7)
Schlussgebet
Ergreife ich die Hand Gottes,
die mich anrührt,
dann finde ich den absoluten Halt
und die absolute Geborgenheit.
Der allmächtige Gott
steht nun als allgütiger Gott vor uns.
Liebe durchströmt uns,
und wir fühlen uns getragen von seiner Liebe.
Edith Stein
Segensbitte
Gott, unser Vater, segne uns mit allem Segen des Himmels,
damit wir rein und heilig leben vor seinem Angesicht.
Er lehre uns durch das Wort der Wahrheit;
er bilde unser Herz nach dem Evangelium Christi
und gebe uns Anteil an seiner Herrlichkeit.
Er schenke uns jene brüderliche Liebe,
an der die Welt die Jünger Christi erkennen soll.
Das gewähre uns der dreieinige, gute und treue Gott,
der Vater
und der Sohn
und der Heilige Geist.
Amen.
Entlassung
Lied GL 535
Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.
Danke für ihr Mitbeten.
Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.
Ihr