Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

 

Eine kleine Wortgottesfeier für Sie!

Nr.: 301

05.12.2025

von Johannes Schreier

Text:

Schott Messbuch,

Laacher Messbuch,

Liturgie KONKRET, Bernhard Reber

Johannes Schreier

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen

in unserer Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit!

Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen kleinen Wortgottes- dienst für sich allein oder auch in Gemeinschaft mit Schwestern und
Brüdern im Herrn zu feiern.

Suchen Sie sich einen ruhigen Raum, ein „Stilles Fleckchen“ im Haus. Lassen Sie Ruhe einkehren um dann offen zu werden für Gottes Wort.

Diese etwa zwanzig Minuten sollen getragen sein von Stille, geprägt von Ruhe und Frieden im Herzen. Genießen Sie die Zeit. Bedenken Sie Gottes Wort. Beten sie mit Bedacht und gehen Sie mit Gottes Segen gestärkt in die kommende Zeit.

 

5. Dezember 2025

Freitag der 1. Adventswoche

L Jes 29,17–24; Ev Mt 9,27–31 (Lekt. IV, 15)

 

Lied GL 720   (Lass dich durch unser Flehen rühren)

 

Kreuzzeichen

Das Kreuz ist ein Zeichen der Hoffnung,
weil es kein Zeichen des Todes mehr ist.
Wir stellen uns unter dieses Zeichen:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Der Friede unseres Herrn, Jesus Christus,
die Liebe Gottes des Vaters
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns,
jetzt und allezeit!

 

Amen!

 

Einführung

Die erste Woche im Advent geht zu Ende.

Da ist es an der Zeit für eine erste Bilanz:

Wie ist es uns gelungen,

den kommenden Herrn zu erwarten

und ihm die Wege zu bereiten?

Noch haben wir Zeit bis zur Ankunft des Herrn.

Nutzen wir diese Zeit, um uns innerlich zu fragen,

was wir erwarten, und uns weiter vorzubereiten.

 

Christusrufe

Herr Jesus Christus, dein Kommen macht die Welt hell.

Herr, erbarme dich.

Du gehst uns entgegen und zeigst uns den Weg.

Christus, erbarme dich.

Du verheißt uns Gemeinschaft und Glück.

Herr, erbarme dich.

 

Vergebungsbitte

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.

Er lasse uns die Sünden nach

und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.


Tagesgebet

 

Biete auf deine Macht, Herr, unser Gott,
und komm.
Entreiße uns den Gefahren,
in die unsere Sünden uns bringen.
Mache uns frei und rette uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

Lesung                                                                   Jes 29, 17–24

Lesung
aus dem Buch Jesája.

So spricht Gott, der Herr:
Ist es nicht nur noch eine kurze Zeit,
dann wandelt sich der Líbanon in einen Baumgarten
und der Baumgarten wird als Wald gelten?
Die Tauben werden an jenem Tag die Worte des Buches hören
und aus Dunkel und Finsternis
werden die Augen der Blinden sehen.
Die Gedemütigten freuen sich wieder am Herrn
und die Armen unter den Menschen
jubeln über den Heiligen Israels.
Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da,
der Spötter ist am Ende,
ausgerottet sind alle, die auf Böses bedacht sind,
die durch ein Wort Menschen zur Sünde verleiten,
die dem, der im Stadttor entscheidet, Fallen stellen
und den Gerechten mit haltlosen Gründen wegdrängen.
Darum – so spricht der Herr zum Haus Jakob,
der Herr, der Abraham losgekauft hat:
Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen,
sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen.
Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände,
in seiner Mitte sieht,
werden sie meinen Namen heilig halten.
Sie werden den Heiligen Jakobs heilig halten
und den Gott Israels werden sie fürchten.
Dann werden, die verwirrten Geistes waren, Einsicht erkennen,
und die murrten, nehmen Belehrung an.

 

Wort des lebendigen Gottes!

 

 

Antwortpsalm                                   Ps 27 (26), 1.4.13–14 (Kv: 1a)

Kv Der Herr ist mein Licht und mein Heil. – KvGL 38, 1, IV. Ton

1Der Herr ist mein Licht und mein Heil: 
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Zuflucht meines Lebens: 

Vor wem sollte mir bangen? – (Kv)
4Eines habe ich vom Herrn erfragt, dieses erbitte ich: 

im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens;
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen 

und nachzusinnen in seinem Tempel. – (Kv)
13Ich bin gewiss, zu schauen 

die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
14Hoffe auf den Herrn, /
sei stark und fest sei dein Herz! 

Und hoffe auf den Herrn! – Kv

 

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja.
Seht, unser Herr kommt mit Macht;
die Augen seiner Knechte schauen das Licht.
Halleluja.

 

Evangelium                                                                     Mt 9, 27–31

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

 

In jener Zeit,
als Jesus weiterging,
folgten ihm zwei Blinde
und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!
Nachdem er ins Haus gegangen war,
kamen die Blinden zu ihm.
Und Jesus sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann?
Sie antworteten: Ja, Herr.
Darauf berührte er ihre Augen
und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll euch geschehen.
Da wurden ihre Augen geöffnet.
Jesus aber wies sie streng an: Nehmt euch in Acht!
Niemand darf es erfahren.
Doch sie gingen weg
und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.

 

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus!

 

 

Zu den Schriftlesungen

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Das Evangelium erzählt uns von einem starken Glaubensbekenntnis:
Die zwei blinden Männer rufen nach Jesus
und bitten ihn um seine Hilfe.
Sie lassen nicht nach in ihrer Suche und verfolgen Jesus bis hinein ins Haus.
Hier sehen wir schon, welch großen Glauben sie haben
und welch Vertrauen sie auf Jesus setzen.
Schon in ihrem Ruf legen sie ein Bekenntnis zu Christus ab –
sie nennen ihn den „Sohn Davids“,
also den erwarteten Retter, den Messias.

Jesus lässt ihren Ruf um Hilfe nicht unbeantwortet.
Aber er reagiert mit einer Gegenfrage,
die nochmals ein tiefes Bekenntnis des Glaubens einfordert. „Glaubt ihr, dass ich das tun kann?“
verlangt nach einer Antwort.
Die beiden zweifeln scheinbar keinen Augenblick,
sondern sie sind überzeugt, dass in Jesus der Allmächtige selbst handelt.

Die Heilung ist dann die Folge ihres grenzenlosen Vertrauens. Sie werden zu Kündern der Frohen Botschaft.
Auch wenn es ihnen Jesus ausdrücklich verbietet –
sie können unmöglich schweigen von dem,
was ihnen Großartiges widerfahren ist.

Zwei Dinge kann uns dieses Evangelium mit auf den Weg geben:

Es lädt uns ein, dass auch wir immer wieder in unseren Anliegen zu Jesus Christus kommen
und ihn um Hilfe bitten dürfen.
Auch wenn nicht augenblicklich Erhörung eintritt,
aber wir dürfen zu ihm kommen, ihm folgen,
ihn nochmals bitten.

Und das andere ist die Einladung, dass wir uns ebenso mit felsenfestem Vertrauen auf Jesus verlassen dürfen.
Er ist der Heiland, der Retter.
Und er wird auch uns in unseren Nöten nicht allein lassen. Darauf vertrauen wir.

 

 

Gebet  --

Dein Reich komme

         Tau aus Himmelshöhn,

        Heil um das wir flehn:

         Herr, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme in unser Herz

        Dein Reich komme

         und bringe Frieden unseren Seelen.

        Und heile unsere Verletzungen.

         Und befreie uns von allem was uns zerstört.

        Tau aus Himmelshöhn

        Heil um das wir flehn:

         Herr, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme

        und öffne uns für deinen Geist.

         Und gebe uns Klarheit unseren Gedanken

         Und schenke uns Mut zu guten Werken.

        Tau aus Himmelshöhn

        Heil um das wir flehn:

         Herr, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme

        und mache uns zu einem Ort deiner Liebe.

        Und lasse wachsen die Sehnsucht nach dir.

        Und nähre die Hoffnung und das Vertrauen auf dich.

 

        Licht, das die Nacht erhellt,

         Trost der verlornen Welt:

          Christus, erbarme dich.

        Dein Reich komme in unsere Welt.

 

        Dein reich komme 

und lehre uns staunen über die Schönheit deiner Schöpfung.

         Und gebe uns Ehrfurcht vor ihren Gesetzen.

         Und lasse uns deine Größe und Weisheit erspüren.

 

        Licht, das die Nacht erhellt,

        Trost der verlornen Welt:

         Christus, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme

        und beende alle sinnlose Zerstörung

         Und helfe uns die Welt als Lebensraum zu bewahren.

        Und zeige uns einen Weg in die Zukunft.

 

        Licht, das die Nacht erhellt,

        Trost der verlornen Welt:

          Christus, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme         

        und lehre uns lauschen deinem Klang in allem was lebt.

         Und erfülle uns mit Harmonie und Ruhe.  

         Und wachse wie das Senfkorn zum großen Baum.

 

        Komm vom Himmelsthron

        Jesus Menschensohn:

         Herr, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme zu uns Menschen.

 

        Dein Reich komme

         und befreie uns aus der Angst Voreinander.

        Und führe uns aus aller Einsamkeit und Verschlossenheit.

        Und schenke uns Achtung und Würde füreinander.

 

        Komm vom Himmelsthron

        Jesus Menschensohn:

         Herr, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme

        und weise uns Schritte der Umkehr.

         Und öffne uns Wege der Versöhnung.

        Und bringe uns Frieden.

 

        Komm vom Himmelsthron

        Jesus Menschensohn:

         Herr, erbarme dich.

 

        Dein Reich komme

        und lehre uns miteinander schweigen und reden.

        Und helfe uns einander zu hören und zu verstehen.

        Und lasse uns erblühen die Liebe und das Leben.

 

        Komm vom Himmelsthron

        Jesus Menschensohn:

         Herr, erbarme dich.

 

Fürbitten

Zu Jesus Christus, dem Sohn Davids, rufen auch wir in unseren Nöten.

Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.

 

Heile die blinden Flecken in der Kirche, damit sie glaubhaft und überzeugend das Reich Gottes verkündet.

Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.

 

Erleuchte die Machthaber dieser Erde, damit sie sich für eine gute und friedliche Zukunft aller Menschen einsetzen.

Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.

 

Erhelle die Situation der Kranken und Leidenden, damit sie von dir her Heilung erfahren und neu ihr Leben annehmen können.

Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.

 

Blicke in die dunklen Stellen unserer Herzen, damit wir das Licht deiner Nähe spüren.

Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.

Leuchte den Menschen, die diese Adventszeit gut nutzen wollen, damit sie sich für die Begegnung mit dir gut vorbereiten.

Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.

 

Denn du wirst kommen und alles heil machen.

Du bist der Retter der Welt, der Gott-mit-uns in Ewigkeit.

Amen.

 

Vaterunser

 

Vater unser im Himmel…

 

Denn dein ist das Reich…

 

Friedenszeichen

Gottes Verheißung gilt allen Menschen.
Trotz allem Krieg und allem Streit
will er uns alle zu Erben berufen.
Deshalb bitten wir:

Herr Jesus Christus, du bist unser Friede und
unsere Versöhnung.
Stifte durch deinen Geist Frieden unter uns Menschen.
Schaue nicht auf unser Unvermögen
und auf das, was uns nur bruchstückhaft gelingt,
sondern schaue auf den Glauben deiner Kirche
und schenke ihr und uns Frieden und Heil.

Der Friede des Herrn sei allezeit mit uns!

 

 

 

Wort auf den Weg

Wir haben Großes empfangen in dieser Feier.

Tun wir es den beiden im Evangelium gleich

und erzählen wir weiter,

welch Geschenk uns zuteilgeworden ist.

 

 

 

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
durch dein Wort
hast du uns mit deinem Geist erfüllt.
Lehre uns durch dein Wort,
die Welt im Licht deiner Weisheit zu sehen
und das Unvergängliche mehr zu lieben
als das Vergängliche.

 

 

Segensbitte

Segen im Advent

 

 

Der barmherzige Gott hat uns den Glauben
an das Kommen seines Sohnes geschenkt.
Er segne uns durch das Licht seiner Gnade.

Er mache uns standhaft im Glauben,
Froh in der Hoffnung
und eifrig in den Werken der Liebe.

 

Die erste Ankunft des Erlösers sei uns Unterpfand

der ewigen Herrlichkeit, die er uns schenken wird,
wenn er wiederkommt auf den Wolken des Himmels.

 

Das gewähre uns der dreieinige, gute und treue Gott,
der Vater
und der Sohn +
und der Heilige Geist.
Amen.

 

 

Entlassung

Gehen wir hin, wir sind gesendet.
Gehen wir hin und schaffen Frieden.
Dank sei Gott dem Herrn.

 

Lied GL  221

 

Danke für ihr Mitbeten.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

 

 

Ihr

 

 

 

FREITAG

 

Eröffnungsvers

Seht, der Herr kommt zu uns,
er bringt uns seinen Frieden und schenkt uns ewiges Leben.

 

 

 

 

 

 

Fürbitten

Voll Vertrauen bitten wir unseren Herrn Jesus Christus, der das Licht der Welt ist:
 Steh den Glaubensboten bei, die den Menschen das Licht der Wahrheit bringen.
 Erlöse die Menschen von der Blindheit ihrer Herzen.
 Mache uns sehend für die Not unserer Schwestern und Brüder.
 Führe unsere Toten in das Licht des ewigen Lebens.
Denn du bist das Licht, das uns den Weg ins Leben weist. Dich preisen wir mit dem Vater und dem Heiligen Geist in alle Ewigkeit. – A: Amen.

Gabengebet

Barmherziger Gott,
wir bekennen, dass wir immer wieder versagen
und uns nicht auf unsere Verdienste berufen können.
Komm uns zu Hilfe, ersetze, was uns fehlt,
und nimm unsere Gebete und Gaben gnädig an.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

Kreuzzeichen und Liturgischer Gruß     GL 669,2

 

 

 

Antwort der Gemeinde

Lied                  GL 221,1.4–5 (Kündet allen in der Not)

 

Fürbitten

 

Vaterunser

 

Wort auf den Weg

 

Zur Entlassung GL 403,1–4 (Nun danket all und bringet Ehr)

oder

Mariengruß     GL 530 (Maria, Mutter unsres Herrn) oder Der Engel des Herrn (GL-Diözesananhänge)