Neues Glockenläuten am Freitag in der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen

Einer alten katholischen Tradition folgend wird mit Beginn der diesjährigen Fastenzeit an allen Freitagen des Jahres (mit Ausnahme des Karfreitages) die jeweils größte Glocke unserer Kirchen um 15 Uhr läuten. Dieses ist die biblisch überlieferte Todesstunde Jesu. So wie das Glockenläuten an jedem Sonntag uns die Auferstehung unseres Herrn verkündet, sollen wir nun in besonderer Weise auch an Seinen Tod, Seine Hingabe am Kreuz erinnert werden, mitten im Alltag.

Im Pfarrgemeinderat und im Pastoralteam waren wir uns einig, dass ein Läuten zu besonderer Zeit unsere Aufmerksamkeit auf diese besondere Glaubenswahrheit lenken kann: Gott gibt sich in tiefster Weise durch den Tod Jesu am Kreuz in das Leid und sogar in den Tod der Menschen hinein, er nimmt Anteil! Und: Wir werden daran erinnert, dass auch wir zu Anteilnahme und Gebet für die Leidenden und Sterbenden und Toten aufgerufen sind. Gerade in dieser Zeit der Corona-Pandemie und darüber hinaus scheint uns das ein wichtiges Zeichen zu sein.


Vielleicht nehmen Sie dieses Läuten auch zum Anlass ein Gebet zu sprechen, vielleicht (wie der Bundespräsident es vorschlägt) ein Licht ins Fenster zu stellen oder den Kreuzweg zu beten. Gerade dann, wenn in diesen Zeiten das gemeinsame Kreuzwegbeten schwierig sein wird, laden die Kreuzwegbilder in unseren Kirchen oder auch draußen (wie auf dem Jakobsberg) zum einzelnen Gebet ein. Hefte mit einem Kreuzweg zum Beten liegen in unseren Kirchen aus. Diese Tradition des Läutens zur Todesstunde Jesu wollen wir wegen ihrer allgemeingültigen und zeitlosen Aussagekraft dauerhaft beibehalten. (Pfarrer Frank Schäffer)