Jugendliche fasten fürs Klima

Bewusster leben und im Alltag mehr auf die Umwelt achten. Nach diesem Motto gestalteten junge Menschen aus der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) Beverungen und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Nörde gemeinsam ihre Fastenzeit. Damit schlossen sich die beiden Jugendverbände der bundesweiten ökumenischen „Klimafasten“-Aktion an.

In wöchentlichen Onlinemeetings informierten sich die 15 Teilnehmenden über Aspekte des nachhaltigen Lebens. Die einzelnen Treffen wurden von einem spirituellen Impuls eingeleitet. Ziel der Aktion war es, sich entsprechend der Inhalte neue Fastenvorhaben zu setzen: kleine Umstellungen im Alltag, die das Klima schonen.

In der Gestaltung profitierten die Jugendlichen gegenseitig von ihrem Knowhow. „Jede Woche haben andere Teilnehmende ein Thema vorgestellt, mit dem sie sich gut auskennen“, berichtet Robert Nembach von der KjG. Er hat die Aktion in Beverungen angestoßen.

Inhaltlich ging es in der Aktionsreihe neben Wasser und Wohnen auch um Ernährung, Konsum, Zero Waste, Digitalisierung und Mobilität. Dabei sei auch stets darauf hingewiesen worden, wo politische Stellschrauben gedreht werden können. „Denn allein mit kleinen Veränderungen im Alltag retten wir nicht die Welt“, weiß Robert Nembach, „wenn wir uns beispielsweise nachhaltig fortbewegen wollen, dann braucht es auch die entsprechende Infrastruktur.“ Sich zu informieren und zu diskutieren sei aber ein erster Schritt.

Warum Nachhaltigkeit für die Jugendlichen eine Rolle spielt, bergründet er so: „Es ist eins der großen Themen unserer Jugendverbände. Einfach weil wir in Zukunft vom Klimawandel unmittelbar betroffen sein werden.“ Das Klimafasten sei deshalb eine gute Möglichkeit „für eine lebendigere Fastenzeit, die sich mit dem Thema Verzicht anders auseinandersetzt.“

Josefa Reineke, KLJB Nörde